BKA durchkreuzt islamistische Anschlagspläne | Aktuell Deutschland | DW | 22.12.2019
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Terrorismus

BKA durchkreuzt islamistische Anschlagspläne

Seit dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 hat es weitere Versuche islamistisch motivierten Terrors gegeben. Neun solcher geplanten Terrorakte seien verhindert worden, meldet das Bundeskriminalamt.

Kriminaldirektor Sven Kurenbach (picture-alliance/dpa/U. Beck)

Sven Kurenbach leitet die BKA-Abteilung "Islamistisch motivierter Terrorismus/Extremismus"

Allein im November seien zwei Terrorattacken abgewendet worden, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) der "Welt am Sonntag" mit. Der Leiter der neuen BKA-Abteilung "Islamistisch motivierter Terrorismus/Extremismus", Sven Kurenbach, sagte der Zeitung, es gebe nach dem Tod des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi Ende Oktober eine erhöhte Anschlagsgefahr.

Mehr Aufrufe zum Terror

In radikalislamischen Kreisen sei vermehrt zum Terror im Westen aufgerufen worden. "Der Trend geht dabei zu Anschlägen mit einfachen Tatmitteln. Schusswaffen spielten bei Anschlagsplanungen hierzulande zuletzt weniger eine Rolle."

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte der gleichen Zeitung: "Unsere Sicherheitsbehörden leisten hervorragende Arbeit und zwar 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche." Gleichzeitig forderte Seehofer weitere Befugnisse für Ermittler im Internet. "Wir haben die Sicherheitsbehörden in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestärkt. Jetzt müssen wir ihnen die notwendigen Befugnisse geben, um Terroristen auch online entdecken und dingfest machen zu können."

Salafisten sind Anlass für Räumung

Bei dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 war der Islamist Anis Amri mit einem Lastwagen in die Besuchermenge gerast. Zwölf Menschen starben, rund 100 wurden teilweise schwer verletzt.

Am Samstagabend war der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wegen zweier verdächtiger Männer vorübergehend geräumt worden. Der Markt öffnete am Sonntag wieder. Die beiden verdächtigen Männer gehören der salafistischen Szene an. Das sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Ob sie damit auch als islamistische "Gefährder" eingestuft werden, sagte er nicht.

haz/kle (afp,dpa, epd)

 

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