Bioenergie in Kenia: Teeproduktion soll nachhaltiger werden | Global Ideas | DW | 20.02.2020
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Global Ideas

Bioenergie in Kenia: Teeproduktion soll nachhaltiger werden

Die Teeproduktion ist eine der wichtigsten Wirtschaftszweige Kenias, mit Millionen von Beschäftigten. Kann Abfall aus der Zuckerrohrverarbeitung die Teeproduktion umweltfreundlicher machen?

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Kenia: Zuckerrohr als grüner Brennstoff

Projektziel: Das Projekt untersucht die Nachhaltigkeit der Produktion und Nutzung von Bioenergie mit Indikatoren, die von der Organisation "Global Bioenergy Partnership" entwickelt wurden.

Projektbudget: Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) als Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) mit 962.667 €($1,043,407) unterstützt.

Projektpartner (Kenia): Das Projekt wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) koordiniert und vom Stockholm Environment Institute in Kooperation mit dem kenianischen Umweltministerium, dem Forestry Research Institute in Kenia, der Universität Strathmore und dem World Agroforestry Center durchgeführt.

Projektpartner (Äthiopien): Das Projekt wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) koordiniert und von der Environment, Forest and Climate Change Commission (EFCCC), dem äthiopischen Environment and Forest Research Institute (EEFRI) und dem Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MEFCC) durchgeführt.

Projektlaufzeit: 2015 - 2019

Projektumfang: Das Projekt wird in Kenia und Äthiopien durchgeführt.

Millionen von Menschen arbeiten auf den leuchtend grünen Feldern, den Teeplantagen Kenias. Kenia ist einer der wichtigsten Teeproduzenten Afrikas. Jetzt werden Anstrengungen unternommen, die Industrie umweltfreundlicher zu machen.

Traditionell wurde Holz verfeuert, um die Energie, die für die Teeproduktion benötigt wird, zu erzeugen.

Um Abholzung und Entwaldung zu reduzieren, sucht das Land nach alternativen Lösungen. Über 600.000 Kleinbauern sind in der Kenya Tea Development Agency organisiert. In einigen der von der KDTA gemanagten Teefabriken wird jetzt Bioenergie aus Briketts gewonnen, die aus Rückständen der Zuckerrohrproduktion hergestellt werden, was auch neue Arbeitsplätze schafft. 

Zuckerrohr wird in großen Mengen in Kenia hergestellt; wenn die Überreste verrotten, wird Kohlendioxid freigesetzt. In Briketts verwandelt, kann die Biomasse noch zur Energieproduktion verwendet werden.  

Die Briketts sind einfacher zu transportieren und produzieren mehr Energie pro Einheit als Holz. Den Abfall aus der Zuckerrohrproduktion in Bioenergie umzuwandeln, reduziert den negativen Umwelteinfluss der Industrie und bringt auch soziale und ökonomische Vorteile mit sich.

Ein Film von Cornelia Borrmann 

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