Billig-Flieger Ryanair: Der zweite Streiktag | Wirtschaft | DW | 26.07.2018
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Luftfahrtbranche

Billig-Flieger Ryanair: Der zweite Streiktag

Mitten in der Ferienzeit wird bei Ryanair gestreikt. Am zweiten Streiktag in Spanien, Belgien und Portugal hielt sich der Unmut der Reisenden in Grenzen. Auf Entschädigungen sollten sie aber nicht hoffen.

Am zweiten Tag des Streiks bei der Fluggesellschaft Ryanair sind wieder zahlreiche Flüge von und nach Belgien ausgefallen. Am Brüsseler Flughafen wurden am Donnerstag 22 der 40 Flugverbindungen gestrichen, wie eine Sprecherin sagte. Rund 4200 Passagiere konnten ihre Reise nicht antreten oder mussten auf einen anderen Flug umbuchen.

Reisende, die mit Ryanair von Belgien aus nach Deutschland oder andersherum fliegen wollten, traf es nicht. Die vier angesetzten Flüge zwischen Brüssel und Berlin-Schönefeld sollten wie geplant stattfinden, wie ein Sprecher des Flughafens Schönefeld sagte. Wegen eines zweitägigen Flugbegleiterstreiks in mehreren Ländern fielen bereits am Mittwoch rund 500 Flüge des Billigfliegers aus.

Mit Kündigung bedroht

In Italien, das am Mittwoch von kurzfristigen Ausfällen mitten in der Ferienzeit besonders betroffen war, war der Ausstand schon nach 24 Stunden zu Ende gegangen. Auch an mehreren deutschen Flughäfen fielen am Mittwoch und Donnerstag Flugverbindungen aus. Die Flugbegleiter fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. Ryanair droht seinerseits mit Stellenstreichungen.

Nach Angaben von Ryanair sollten wegen des Streiks am Donnerstag insgesamt 300 Flüge programmgemäß ausfallen, davon 200 allein in Spanien. Darüber hinaus habe es vorerst keine sonstigen Störungen gegeben, alle programmierten Flüge würden normal durchgeführt, teilte die irische Airline in einer ersten Bilanz auf Twitter mit. Der Ausstand gehe um Mitternacht zu Ende, verkündete die spanische Gewerkschaft SITCPLA auf Twitter.

Auch für Kunden soll's kein Geld geben

Ryanair hatte versichert, alle 50.000 betroffenen Passagiere seien rechtzeitig umgebucht oder hätten den Preis des Flugtickets zurückerhalten. Darüber hinaus will man für Flugausfälle und Verspätungen infolge des aktuellen Streiks aber keine Entschädigungen zahlen, wegen der "außergewöhnlichen Umstände", wie das Unternehmen in Dublin mitteilte.

Nach EU-Recht ist laut Ryanair keine Entschädigung fällig, wenn "die Gewerkschaft unangemessen und völlig außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft handelt". Fluggasthelfer-Portale kritisierten dagegen die Haltung der Airline als inakzeptabel.

dk/gri (dpa)