Bienen sind die heimlichen Naturschützer in Südafrika | Wissen & Umwelt | DW | 19.06.2018
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Wissen & Umwelt

Bienen sind die heimlichen Naturschützer in Südafrika

Die Zahl der Elefanten im Kruger-Nationalpark steigt. Eigentlich eine gute Nachricht. Nur für die Marula-Bäume nicht, denn die Dickhäuter walzen sie nieder. Hilfe kommt aus einer ungewöhnlichen Ecke: von Honigbienen.

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Südafrika: Bienen gegen Elefanten

Projektgröße: Insgesamt 100 Bienenstöcke, wobei nur 50 bewohnt sind - die anderen sind leer. Trotzdem sollen sie abschreckend wirken. Das Testgelände mit Bienenstöcken und Bäumen ist 30 Hektar groß.

Elefanten-Population: Im Kruger-Nationalpark leben etwa 17.000 Elefanten; deren Zahl steigt um knapp 600 Tiere im Jahr.

Projektpartner: Elephants Alive, EMS Foundation South Africa und das Elephants and Bees Project in Kenia

Elefanten haben große Angst vor Bienenstichen. Sobald sie das Summen der Insekten hören, machen sie einen Bogen um deren Nester. Dieses Wissen macht sich Robin Cook zunutze. Der Umweltschützer platziert im Reservat des Greater Kruger-Nationalpark Bienenstöcke in Marula-Bäumen. So sorgt er dafür, dass die Elefanten die Bäume nicht niederwalzen. Seit die Zahl der Dickhäuter wieder ansteigt, fallen ihnen auch vermehrt einheimische Pflanzen zum Opfer.

Mit dem Einsatz der Bienen sorgt Cook nun für Schutz auf gleich mehreren Ebenen: Die Bäume bleiben stehen, die Zahl der Bienen nimmt zu und die Elefanten werden nicht zu einem Problem. Am Ende haben auch Geier und Menschen etwas davon, die einen, weil sie auf den Bäumen nisten, und die anderen, weil sie den Honig aus den Bienenstöcken verkaufen können.

Ein Film von Stefan Möhl

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