Berlins Neue Nationalgalerie wird 50 | Kunst | DW | 15.09.2018
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Architektur

Berlins Neue Nationalgalerie wird 50

Am 15. September 1968 eröffnete die Neue Nationalgalerie in Berlin. Das Museum zeigt moderne Kunst und gilt als letztes Werk des Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Aktuell wird es saniert, kann aber besichtigt werden.

Vor 50 Jahren, am 15. September 1968, wurde die Neue Nationalgalerie im damaligen West-Berlin feierlich mit einer Piet-Mondrian-Ausstellung eröffnet. Zur Sammlung gehörten Werke der Klassischen Moderne. 2015 aber musste das Haus wegen Sanierungsarbeiten schließen. An diesem Wochenende können interessierte Besucher die Baustelle besichtigen. 2020 soll das Museum wieder eröffnet werden.

Neue Nationalgalerie: Ikone der Moderne

Der einstige Direktor des Bauhauses in Dessau, Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969), erbaute die Nationalgalerie. Sie vereinte alle architektonischen Grundsätze, auf die er zeitlebens hingearbeitet hatte. Mit dem Museumsgebäude schuf er einen offenen Raum ohne Stützen, dafür mit fließenden Formen. Es wurde zu einer "Ikone der Moderne", wie es in einer Mitteilung der Staatlichen Museen zu Berlin heißt.

Es ist das einzige Gebäude, das Ludwig Mies van der Rohe - der 1938 in die USA geflohen war - im Nachkriegsdeutschland gebaut hat. Auf einem Sockel stehend und rundum verglast, öffnet sich das Museum dem Besucher wie eine Bühne. Für die Kuratoren stellte diese "Bühne" eine große Herausforderung dar, da es schwierig ist, Kunst zu präsentieren, wenn es kaum Wände gibt. Im Untergeschoss bietet das Haus jedoch Platz für weitere Ausstellungen.

Zwischenstopp: "Neue Galerie" im Hamburger Bahnhof

Während der Schließung zeigt die "Neue Galerie" im Hamburger Bahnhof in diversen Ausstellungen Werke aus der umfangreichen Sammlung der Nationalgalerie. Im Oktober ist dort die Schau "Maler. Mentor. Magier. Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau" zu sehen, die sich dem Expressionisten und Brücke-Künstler Otto Mueller widmet.

rey/jj (smb, epd)

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