Belastete Bayern müssen sich in Athen beweisen | Sport | DW | 23.10.2018
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Champions League

Belastete Bayern müssen sich in Athen beweisen

Der FC Bayern muss in der Champions League bei AEK Athen antreten. Die anhaltende Debatte über die Medienschelte der Vereinsführung belastet die Reise nach Griechenland. Die Mannschaft will eine Siegesserie starten.

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Die gute Laune ist zurück beim FC Bayern

Das eigentliche Ereignis stand im Hintergrund. Vor dem Abflug nach Athen zum Champions-League-Spiel beim griechischen Vertreter AEK war vor allem die Medienschelte der Münchener Vereinsführung vom Freitagmittag das bestimmende Thema. "Wir haben die Medien kritisiert. Dass die Medien zurückkritisieren, war zu erwarten. Ich glaube, dabei sollten wir es belassen", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge. 

Rummenigge versuchte, die Wogen ein wenig zu glätten, wohl auch, weil die denkwürdige Pressekonferenz vom vergangenen Freitag auch intern vielfach auf Unverständnis gestoßen war. "Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt, dass er diese Schwäche zeigt", sagte Ex-Bayern-Profi Paul Breitner in der Sendung "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Rundfunk. "Ich muss Respekt vorleben, Achtung vor den Menschen vorleben, Höflichkeit und Fairness vorleben, dann kommt auch einer zurück", riet der 67-Jährige der Vereinsführung.

Ribery fällt verletzt aus

Es fällt allen Beteiligten außerhalb der Mannschaft derzeit schwer, sich auf den Sport zu konzentrieren. Die Spieler selbst versuchen indes, den Fokus auf ihre Arbeit zu legen. Nach dem jüngsten 3:1 beim VfL Wolfsburg ist die Laune der Bayern-Profis wieder deutlich gestiegen. "Wir wollen weitermachen, wir wollen versuchen, eine Serie zu machen und einfach Spiele hintereinander zu gewinnen", sagte Arjen Robben.

FC Sevilla - FC Bayern München 1:2 Franck Ribery (picture-alliance/Gtresonline)

Der Rücken macht nicht mit: Franck Ribery fällt für das Spiel in Athen verletzt aus

Fehlen wird in Athen Franck Ribery, der wegen einer Wirbelblockade in München blieb. "Es ist bei jedem Spieler bitter, wenn er ausfällt. In unserer jetzigen Situation wäre es natürlich super, wenn wir alle an Bord haben", sagte Nationalspieler Joshua Kimmich. "Wir haben aber einen Serge Gnabry, der diese Position auch überragend ausfüllen kann."

Vorrücken auf den ersten Platz

Die Zielsetzung der Münchener ist klar gegen die bislang punktlosen Griechen. "Wir müssen versuchen, idealerweise die drei Punkte mitzunehmen, um in der Tabelle dahin zu kommen, wo wir hinwollen, nämlich auf Platz eins", sagte Rummenigge. Derzeit belegt der FC Bayern in Gruppe E aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Ajax Amsterdam lediglich Platz zwei.

Abgesehen vom ersten Tabellenplatz wollen die Bayern auch dahin zurückkommen, dass der Fußball thematisch wieder im Vordergrund steht. Dafür würde ein souverän herausgespielter Sieg gegen die Griechen sicherlich sehr hilfreich sein.

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