Beachhandball-Höschen: Pink zahlt, Verband spendet die Strafe | Sport | DW | 26.07.2021
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Beachhandball

Beachhandball-Höschen: Pink zahlt, Verband spendet die Strafe

Interessante Wendung in der Posse um die Beachhandball-Kleiderordnung: Der Europäische Handballverband zeigt sich in Teilen einsichtig. Und die Norwegerinnen erhalten prominente Unterstützung.

Norwegens Beachhandballerinnen bei der EM in Bulgarien

Radlerartige statt Bikini-Hosen: Norwegens Beachhandballerinnen bei der EM in Bulgarien

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat die viel diskutierte Geldstrafe für die norwegischen Beachhandballerinnen gespendet - zugunsten der Gleichstellung von Frauen und Mädchen im Sport, wie der Verband am Montag mitteilte. Der Betrag in Höhe von 1500 Euro gehe an "eine bedeutende internationale Sportstiftung", die sich für diesen Zweck einsetze.

Die EHF sei sich bewusst, wie viel Aufmerksamkeit das Thema in den vergangenen Tagen geweckt habe, sagte Präsident Michael Wiederer. Man setze darauf, "dass daraus etwas Gutes entsteht". Änderungen der umstrittenen Kleidungsregeln könne jedoch nur der Weltverband IHF vornehmen. "Wir tun alles, um dies zu beeinflussen", versprach der Österreicher.  

Die Bekleidung für Frauen im Beachhandball war bereits auf dem EHF-Kongress im April auf Initiative Norwegens diskutiert worden. Laut Statement hatten sich die 50 EHF-Mitgliedsverbände inklusive Norwegens in Anwesenheit des IHF-Präsidenten geeinigt, das Thema an die neu gewählte Beachhandball-Kommission weiterzugeben. Diese soll sich bei ihrem ersten Treffen im August damit beschäftigen und "Vorschläge unterbreiten, welche dann der Internationalen Handball-Föderation präsentiert werden".

Shorts statt Bikini-Höschen

Die Norwegerinnen wurden dafür bestraft, dass sie bei der Europameisterschaft in Shorts statt den deutlich knapperen Bikini-Höschen angetreten waren. Letztere empfinden viele als unpraktisch oder gar erniedrigend. Unter anderem US-Sängerin Pink hatte angeboten, die Strafe zu übernehmen, die laut EHF nie die Spielerinnen, sondern aus formellen Gründen deren Verband habe treffen sollen.

"Ich bin sehr stolz auf die norwegischen Beachhandballerinnen, die gegen die sehr sexistischen Regeln zu ihrer 'Uniform' protestieren", schrieb Pink auf Twitter. Gerne werde sie die Geldstrafe, die der Verband gegen das Team verhängt hatte, übernehmen. "Die europäische Handball-Föderation sollte Strafe wegen Sexismus zahlen müssen", schrieb die Sängerin weiter.

to (sid/dpa)

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