Börsen in Asien weiter im Minus | Wirtschaft | DW | 02.09.2015
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Wirtschaft

Börsen in Asien weiter im Minus

In Asien schlossen die Indizes den dritten Tag in Folge mit Verlusten. IWF-Chefin Christine Lagarde warnt vor Ansteckungsgefahren durch die Börsenturbulenzen in China.

An den Börsen in Asien herrscht weiter Nervosität. Der Shanghai Composite Index war mit Verlusten von rund 4 Prozent in den Handel gestartet, konnte diese zumindest aber auf 0,8 Prozent bis Handelsende begrenzen. Auch die Börse in Tokio hat am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt schwächer geschlossen. Hin- und hergerissen zwischen der Sorge um Chinas Wirtschaft und der Erwartung baldiger politischer Maßnahmen zur Stabilisierung der globalen Märkte gab der Nikkei-Index für 225 führende Werte 70,29 Punkte oder 0,39 Prozent auf 18 095,40 Punkte nach. Zwischenzeitlich hatte der Nikkei anfänglich deutliche Verluste wettgemacht, dann jedoch wieder nachgegeben.

IWF-Chefin Christine Lagarde hat vor Ansteckungsgefahren durch die Börsenturbulenzen in China gewarnt. Die jüngsten Schwankungen auf den weltweiten Finanzmärkten zeigten, wie rasch die Risiken von einer Volkswirtschaft zur nächsten übergreifen könnten, sagte Lagarde am Mittwoch in Jakarta. "In den vergangenen Wochen wurde deutlich, wie sehr Asien im Zentrum der Weltwirtschaft steht", sagte die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einer Konferenz in der indonesischen Hauptstadt. Es habe sich auch gezeigt, wie sehr Störungen auf einem Markt in Asien auf den Rest der Welt übergreifen könnten.

Die Weltwirtschaft spüre Gegenwind durch die Anpassungen in China, das langsame Wachstum in Japan, fallende Rohstoffpreise und Unsicherheiten in Bezug auf eine Anhebung der US-Zinsen. Lagarde forderte angesichts des Finanzbedarfs in der Region eine enge Zusammenarbeit zwischen internationalen Organisationen wie der von China angestoßenen Asiatischen Infrastruktur und Investitionsbank AIIB, der Asiatischen Entwicklungsbank ADB und der Weltbank.

zdh/bea (rtr, dpa)