Australische Behörden vereiteln Terroranschlag in Melbourne | Aktuell Welt | DW | 21.12.2017
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Anti-Terrorkampf

Australische Behörden vereiteln Terroranschlag in Melbourne

Durch eine Festnahme hat die Polizei in Melbourne vermutlich einen verheerenden Anschlag verhindert - denn der Verdächtige wollte auf einem belebten Platz zu einem bestimmten Zeitpunkt möglichst viele Menschen treffen.

Australien Federation Square in Melbourne (picture-alliance/CITYPRESS24)

Am Federation Square wollte der Verdächtige einen Anschlag begehen

Die australischen Behörden haben einen bekannten Extremisten und Sympathisanten der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen und damit nach eigenen Angaben einen Terroranschlag verhindert.

Der 20-jährige Australier mit somalischen Eltern wollte am Silvesterabend auf dem belebten Federation Square im Stadtzentrum von Melbourne mit einer Schusswaffe "so viele Menschen wie möglich" töten, sagte der stellvertretende Polizeichef des Bundesstaats Victoria, Shane Patton. Den Namen des Festgenommenen nannte die Polizei nicht.

Der 20-Jährige sei seit Beginn des Jahres von australischen Behörden überwacht worden. Er habe sich nach Polizeiangaben im Internet eine Anleitung des Al-Kaida-Netzwerks für Anschläge mit Schusswaffen besorgt. Allerdings schritten die Behörden ein, bevor sich der Beschuldigte eine Waffe zulegen konnte.

Australien Behörden vereiteln geplanten Anschlag in Melbourne (Reuters/AAP/D. Crosling)

Nach der Festnahme durchsuchen Behörden ein Haus in einem Melbourner Vorort

Es droht eine hohe Strafe

Nach seiner Festnahme wurde ein Durchsuchungsbefehl für sein Elternhaus, das Haus eines Verwandten und ein Internetcafé, in dem der Festgenommene einmal gearbeitet hatte, erteilt. Personen, die nachweislich einen Terroranschlag geplant haben, droht in Australien eine bis zu lebenslange Haftstrafe. 

Seit September 2014 gilt in Australien eine erhöhte Terrorwarnstufe. Der 20-jährige ist der 74. Tatverdächtige, der in Australien im Zusammenhang mit der Terrorbekämpfung festgenommen wurde. Insgesamt gab es seit September 2014 31 Antiterror-Untersuchungen. Die Behörden verhinderten nach eigenen Angaben durch die Antiterror-Maßnahmen in den vergangenen Jahren 14 Anschläge, darunter ein Bombenattentat auf ein Flugzeug.

lih/ww (afp,ap,rtr)

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