Australien macht ″Working-Holiday-Visa″ noch attraktiver | DW Reise | DW | 05.11.2018
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Reise

Australien macht "Working-Holiday-Visa" noch attraktiver

Australien erlaubt Rucksackreisenden, die ihren Urlaub mit Arbeit finanzieren, künftig einen längeren Aufenthalt im Land - und hofft, so den Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft einzudämmen.

Das Programm ist auch bei jungen Deutschen gefragt. Zuletzt kamen mit diesem Sonder-Visum knapp 24.000 Bundesbürger nach Australien. Insgesamt erteilten die Behörden mehr als 210.000 solcher Visa. Die meisten Reisenden kommen dabei aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Insgesamt sind 45 Länder berechtigt, an dem Programm teilzunehmen.

Künftig soll damit ein Aufenthalt von maximal drei Jahren möglich sein. Bislang waren es zwei Jahre. Zudem soll auch in Regionen gearbeitet werden können, wo das bislang nicht möglich war.

Ferner bekommen Touristen aus einigen Ländern bis zum Alter von 35 Jahren das Visum. Bislang lag die Altersgrenze bei 30 Jahren. Allerdings gilt diese Regelung nach den aktuellen Plänen zunächst nicht für Urlauber aus Deutschland. Für die Besitzer dieser Visa gilt der gesetzliche Mindestlohn von 18,93 australischen Dollar (umgerechnet knapp 12 Euro).

Australien Ernte Riesling Weintrauben bei Canberra (picture-alliance/dpa/L. Coch)

Erntehelferinnen sind in Australien gefragt

Die konservative Regierung hatte den Umfang an Arbeitsvisa im Zuge einer restriktiveren Einwanderungspolitik zuletzt eingeschränkt. 

Eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Studie der University of New South Wales kam indes zu dem Schluss, dass ein Großteil der ausländischen Studenten und Rucksackreisenden in Australien nur einen Bruchteil des Mindestlohns erhält. Es gebe im Land eine "große, stille Unterschicht aus unterbezahlten Gastarbeitern".

is/ks (dpa, afp)
 

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