Aufatmen in Brüssel wegen Italien | Podcast Wirtschaft | DW | 29.08.2019
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Podcast Wirtschaft

Aufatmen in Brüssel wegen Italien

Neuwahlen in Italien vorerst abgewendet +++ Arbeitsmarkt in Deutschland weniger robust +++ Elektronikmesse IFA unter Druck +++ Polen als deutsche Mülldeponie

Audio anhören 16:28

Gestern noch galt in Italien folgendes Szenario als möglich: Nach dem Bruch der Regierungskoalition würde es Neuwahlen geben, gewinnen würde die rechtspopulistische Lega mit ihrem Chef Salvini. Und dann würde das hoch verschuldete Land, die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, von Leuten reagiert, die der Europäischen Union feindselig gegenüberstehen und den Euro ablehnen. Nun, zumindest vorläufig kann dieses Szenario wohl abgewendet werden, weil sich zwei Parteien auf eine Zusammenarbeit verständigt haben, die nicht gerade beste Freunde sind: die linkspopulistische 5-Sterne-Bewegung und die sozialdemokratische PD.

Arbeitsmarkt weniger robust

Lange konnte die deutsche Wirtschaft vor Kraft kaum laufen, doch langsam beginnt sich das Blatt zu wenden. Viele Experten erwarten, dass die Wirtschaftsleistung auch im kommenden Quartal zurückgeht, damit wäre Deutschland offiziell in einer Rezession. Auch die Geschäfte in wichtigen Branchen wie dem Automobil– und Maschinenbau laufen nicht mehr rund. Die große Frage ist, wie sich all die düsteren Signale auf den Arbeitsmarkt auswirken.

Elektronikmesse IFA unter Druck

Ende nächster Woche beginnt in Berlin die IFA, eine der ältesten Messen in Deutschland und nach eigenen Angaben weltweit führend für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Wie aussagekräftig das jetzt ist, sei mal dahingestellt, schließlich ist die Kombination aus Smartphones und Waschmaschine eher selten unter den Fachmessen. Sicher ist jedenfalls, dass auch die IFA den Druck spürt, der durch Handelskonflikte und schwächere Konjunkturzahlen entsteht.

Deutscher Müll in Polen

Immer, wenn wir in dieser Sendung über Handelskonflikte berichten, geht es um höhere Zölle und andere Arten, grenzüberschreitenden Handel zu erschweren. Unser nächster Beitrag wirkt auf den ersten Blick wie ein Beispiel dafür, dass es auch anders geht. Nur: so richtig toll ist das auch nicht, denn es geht um Müll. Genauer: Müll, den deutsche Entsorgungsfirmen tonnenweise ins Nachbarland Polen fahren, um ihn dort zu verbuddeln. Das spart viel Geld, umgeht so manche Umweltauflage, und ist oft schlicht illegal. Unsere Kollegen vom ARD-Politikmagazin Monitor berichten in ihrer aktuellen Sendung über den großen Müllhandel.

 

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Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Jonas Josten

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