Auf Straße 7 ins Herz von Patagonien | DokFilm | DW | 18.06.2019
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Auf Straße 7 ins Herz von Patagonien

Auf der chilenischen Nationalstraße 7, der Carretera Austral, geht es in die grandiose Wildnis Patagoniens - in ein Land, das sich auch deutsche Aussiedler als neue Heimat gewählt haben.

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Seit Jahrzehnten wird in Chile diese Straße, die Carretera Austral, vom Norden in den Süden Patagoniens der unwegsamen Natur abgerungen. Menschen, die bis dahin fernab lebten, werden auf einmal an die modernen Zentren angebunden - mit ungewissen Folgen.Die Carretera Austral soll das Zentrum von Chile mit seiner Südspitze verbinden. Auf dem Landweg gelangt man bis heute nur über Argentinien dorthin. In Chile ist der Weg versperrt durch schroffe Berge, Urwälder, breite Fjorde, Vulkane und ein riesiges Eisfeld. Militärdiktator Augusto Pinochet erhob den Bau der Straße in den 70er Jahren zur nationalen Priorität. Auf seinen Befehl schufteten bis zu 10.000 Bausoldaten unter widrigsten Bedingungen. Einer der letzten noch lebenden Angehörigen der Junta-Regierung von Pinochet, Rodolfo Stange, damaliger Chef der Militärpolizei, spricht über die Bedeutung der Straße für das Regime. Die deutsche Meeresbiologin Vreni Häussermann berichtet von einer Katastrophe in einem der patagonischen Fjorde. Nicht zuletzt dieses Ereignis macht deutlich, mit welcher Wucht die wirtschaftliche Expansion entlang der Straße die Natur im Süden von Chile trifft. Die Reise führt auch zu Nachfahren deutscher Aussiedler, die nach dem Ersten Weltkrieg in der Abgelegenheit Patagoniens eine neue Heimat fanden. Erzählungen dieser und anderer Menschen geben Einblick in Geschichte und Gegenwart dieser einzigartigen Region.