Atwood und Rushdie auf Shortlist für Booker Prize 2019 | Bücher | DW | 03.09.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Literatur

Atwood und Rushdie auf Shortlist für Booker Prize 2019

Sechs Nominierte dürfen weiter auf den renommierten Booker Prize hoffen: Sie haben es auf die Shortlist von Großbritanniens wichtigster Literaturauszeichnung geschafft. Zwei davon haben den Preis bereits einmal gewonnen.

Margaret Atwood (picture-alliance/empics/C. Young)

Margaret Atwood

Vier Autorinnen und zwei Autoren hat die Booker-Prize-Jury 2019 für die Shortlist nominiert. Zu den Preisanwärtern gehören mit Margaret Atwood (Artikelbild) und Salman Rushdie zwei Nominierte, die die renommierte Auszeichnung bereits gewinnen konnten. Außerdem nominiert sind Lucy Ellmann, Bernardine Evaristo, Elif Shafak und Chigozie Obioma.

 "In diesen Büchern wimmelt es, wie bei jeder großen Literatur, von Leben, von einer tiefen und feierlichen Menschlichkeit", sagte Jury-Vorsitzender Peter Florence bei der Bekanntgabe der Shortlist. "Jeder, der alle sechs Bücher liest, wird bereichert und erfreut sein, von der Kraft der Geschichte beeindruckt und ermutigt, was die Literatur tun kann, um unsere Vorstellungskraft zu befreien."

Geschichten aus aller Welt

Die Bücher der Finalisten geben einen Einblick in Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Von der dystopischen Umgebung von Gilead (Margaret Atwood, "The Testaments"), dem Monolog einer Hausfrau aus Ohio (Lucy Ellmann, "Ducks, Newburyport") und der tragikomischen Geschichte eines reisenden Verkäufers in Amerika (Salman Rushdie, "Quichotte") bis hin zu den miteinander verwobenen Geschichten schwarzer britischer Frauen (Bernardine Evaristo, "Girl Woman, Other"), der Suche eines jungen Nigerianers nach besseren Perspektiven (Chigozie Obioma, "An Orchestra of Minorities") und wahrer Loyalität in den Bordellen von Istanbul (Elif Shafak, "10 Minutes 38 Seconds in This Strange World").

Margaret Atwood nahm den Booker Prize 2000 für "The Blind Assassin" (dt. "Der blinde Mörder") entgegen; Salman Rushdie erhielt die Auszeichnung 1981 für seinen Bestseller "Midnight's Children" (dt. "Mitternachtskinder").

Aus 151 eingereichten Büchern wählte die Jury zunächst 13 Werke für die Longlist aus, die nun auf sechs finale Anwärter gekürzt wurde. Der Booker Prize steht Schriftstellern jeder Nationalität offen, die auf Englisch schreiben und deren Bücher zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 30. September 2019 in Großbritannien oder Irland veröffentlicht werden.

2018 ging der Booker Prize an die nordirische Autorin Anna Burns mit ihrem Roman "Milkman". Der diesjährige Gewinner wird am 14. Oktober bekannt gegeben.

Die Redaktion empfiehlt