Armee im Kongo nimmt wichtigen Rebellenstützpunkt ein | Aktuell Afrika | DW | 30.10.2013
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Aktuell Afrika

Armee im Kongo nimmt wichtigen Rebellenstützpunkt ein

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Armee einen strategisch wichtigen Sieg gegen die M23-Rebellen errungen. Möglicherweise können die Friedensgespräche in Uganda wieder aufgenommen werden.

Ein Sprecher der Regierung in Kinshasa sagte, die Armee habe die Kontrolle über die östliche Stadt Bunagana übernommen. Sie sei eine der letzten Hochburgen der Rebellenmiliz M23. Einige ihrer Kämpfer hätten sich ins Gebirge zurückgezogen. Andere seien über die Grenze ins benachbarte Uganda geflüchtet, darunter auch der politische M23-Anführer Bertrand Bisimwa.

Rebellen zeigen Entgegenkommen

Dort gehen die zuletzt wieder unterbrochenen Friedensverhandlungen womöglich weiter. Wie die ugandische Tageszeitung "New Vision" berichtet, hält sich Bisimwa bereits in der ugandischen Hauptstadt Kampala auf. Der Verhandlungsführer der Rebellen, Roger Lumbala, sagte, man sei zu Verhandlungen bereit. Die aus ehemaligen Soldaten bestehende Rebellenbewegung M23 (Bewegung des 23. März) hatte im Frühjahr 2012 einen Aufstand gegen die kongolesische Regierung begonnen und wochenlang die östliche Stadt Goma kontrolliert.

Die Regierung in Kinshasa und die Vereinten Nationen werfen den Nachbarländern Uganda und Ruanda vor, die M23-Miliz zu unterstützen, was beide Staaten zurückweisen. Im Dezember starteten in Uganda Friedensverhandlungen, die aber ab Mai monatelang auf Eis lagen und vor wenigen Tagen unter anderem an Fragen der Amnestie für Kriegsverbrecher scheiterten. Daraufhin kam es am Wochenende wieder zu schweren Kämpfen zwischen Rebellen und dem Militär, das von einer UN-Mission mit fast 20.000 Mann unterstützt wird.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR flohen rund 10.000 Menschen vor den heftigen Kämpfen nach Uganda. Insgesamt wurden seit dem Beginn des Aufstandes etwa 800.000 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben.

uh/pg (afp,rtr, epd)

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