Architekt Manfred Prasser ist tot | Aktuell Deutschland | DW | 24.03.2018
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Architektur

Architekt Manfred Prasser ist tot

Er galt als einer der bedeutendsten Architekten der DDR. Im Stadtbild von Berlin hinterließ er viele Spuren: Prasser war maßgeblich am Wiederaufbau des Gendarmenmarktes und am Bau des Palastes der Republik beteiligt.

Manfred Prasser verstarb in einem Krankenhaus, wie sein Sohn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Er wurde 85 Jahre alt. Prasser lebte in Zehlendorf nahe Oranienburg.

Beim Bau des Palastes der Republik war der Architekt für den großen Saal verantwortlich. Vor dem Abriss des Gebäudes, der 2006 begann, schwärmte Prasser von den technischen Finessen. "Es ist ein Haus, das Menschen gebaut haben und nicht Erich Honecker", sagte er damals. "Ich bin stolz auf meine Arbeit." Der Palast der Republik war Sitz der DDR-Volkskammer.

Deutschland Berlin Palast der Republik (Imago/blickwinkel)

Der einstige Palast der Republik in Berlin Mitte, der im April 1976 eröffnet wurde

Der Berliner "Tagesspiegel" würdigte Prasser als "nimmermüden Berliner Palastbauer". Kaum ein Architekt habe seine Spuren in Beton und Stein so intensiv im jüngsten Berliner Stadtbild hinterlassen wie er. Prasser war auch am Neubau des Friedrichstadtpalastes und am Bau des Grand Hotels an der Friedrichstraße beteiligt. Auch rund um den Gendarmenmarkt hinterließ er seine Handschrift. Für seine Projekte erhielt der Architekt, Statiker und Bauleiter mehrere Preise.

Mit Blick auf die Hängepartie bei der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER zitierte der "Tagesspiegel" Prasser mit den Worten: "Ich hätte das Ding längst fertig!"

se/bru (dpa, tagesspiegel)