Arbeitslosenzahl sinkt auf neues Rekordtief | Aktuell Deutschland | DW | 30.05.2018
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Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl sinkt auf neues Rekordtief

Weniger Arbeitslose, mehr offene Stellen: Die Bundesagentur für Arbeit meldet die besten Zahlen seit der Wiedervereinigung. Allerdings hat sich der Aufwärtstrend gegenüber den Vormonaten abgeschwächt. 

Auch wenn globale Wirtschaftsrisiken viele Unternehmen weiter verunsichern - auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist davon derzeit noch nichts zu spüren: Der Aufwärtstrend hat sich auch im Mai fortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vormonat um 68.000 auf 2,315 Millionen - den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 182.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,1 Prozent. 

Ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenzahl ist im Mai üblich, weil die Beschäftigung in den Außenberufen regelmäßig saisonbedingt steigt. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich laut BA um 11.000 zurück. Banken-Volkswirte hatten ein bundesweites Minus von 10.000 erwartet. Allerdings fiel die Abnahme in diesem Jahr etwas schwächer aus als im Durchschnitt der Vorjahre.

"Schwächer als in den Wintermonaten"

"Die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu und die Nachfragen nach Arbeitskräften ist ungebrochen hoch", sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. "Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich somit fort, wenn auch schwächer als in den Wintermonaten."
 

Das Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin (picture-alliance/dpa /D. Bockwoldt)

Das Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen umfasst, die gerade an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,286 Millionen. Sie sank damit saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 17.000. 

793.000 offene Stellen

Bei der Bundesagentur waren im Mai zugleich rund 793.000 offene Stellen gemeldet - 78.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zuletzt im April bei 44,62 Millionen - das ist ein Plus von 35.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 592.000 Erwerbstätige mehr. 

Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es. Diese hat nach Berechnungen der Bundesagentur vom März saisonbereinigt um 7000 zugenommen. Damit hatten hochgerechnet 32,66 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 725.000 mehr als ein Jahr zuvor. 

Die geringste Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung war bisher im November 2017 mit 2,368 Millionen Erwerbslosen verzeichnet worden.

stu/kle (dpa, rtr, afp)
 

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