Apple verkleinert sein Flaggschiff | Wirtschaft | DW | 21.03.2016
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Wirtschaft

Apple verkleinert sein Flaggschiff

Apple reagiert mit kleineren Smartphones auf den schwächelnden Absatz. Der Konzern hat jetzt das iPhone SE vorstellt - kleiner und günstiger als sein Vorgänger. Damit wirbt Apple vor allem um Kunden in Schwellenländern.

Am Montag hat Apple am Firmensitz im kalifornischen Cupertino sein neues iPhone SE enthüllt. Es soll 399 US-Dollar kosten und ist damit deutlich billiger als das iPhone 6, das für 699 US-Dollar zu haben ist. In Deutschland soll es 489 Euro kosten. Das auffälligste am neuen Gerät ist die Größe: Es ist mit einem Vier-Inch-Display kleiner als sein Vorgänger.

Apple-Vize-Präsident Greg Joswiak erklärte, viele Kunden hätten sich ausdrücklich ein kleineres und handlicheres Modell gewünscht. Ebenfalls verkleinert und billiger kommt das neue iPad daher. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat es ein 9,7-Inch-Display (statt 12,9 Inches) und soll 599 statt 800 US-Dollar kosten.

Markt-Offensive in Asien und Afrika

Im Weihnachtsgeschäft war der Technologieriese bei den iPhone-Verkäufen nach lange Zeit zweistelligen Zuwächsen nur noch auf ein Mini-Plus von 0,4 Prozent gekommen. Damit wanderten weltweit aber immer noch 74,8 Millionen Alleskönner-Handys über die Ladentische. Für das laufende Quartal rechnet das von Steve Jobs gegründete Unternehmen mit dem ersten Rückgang bei den Verkaufszahlen seit Markteinführung des iPhones vor neun Jahren. Das iPhone steht für rund zwei Drittel der Apple-Erlöse.

"Das iPhone SE könnte einen neuen Kaufansporn für bisherige iPhone-Verweigerer darstellen, die kein großflächiges Handy haben wollen", sagte Chefanalyst Bob O'Donnell vom Marktbeobachter Technalysis Research. Mit den neuen iPhones will Apple, so vermuten Marktbeobachter, vor allem Kunden in Schwellenländern wie Indien, dem Nahen Osten, Afrika und auch China - dem zurzeit weltgrößten Smartphone-Markt - ansprechen.

Morgen geht es wieder gegen das FBI

Bereits am Dienstag dürfte sich bei Apple der Fokus allerdings wieder auf das laufende Rechtsverfahren mit den US-Behörden legen. Dann steht eine Anhörung vor Gericht an. Hintergrund ist, dass das Justizministerium Apple per Gerichtsurteil zwingen will, das iPhone des Attentäters von San Bernadino für die Ermittler zu entschlüsseln und eine neue Software zu schreiben, um den Passwort-Schutz auszuhebeln. Apple wehrt sich dagegen.

dk/se (afpe, rtre, rtrd)