Angelique Kerber bei Australian Open gescheitert | Sport | DW | 20.01.2019
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Tennis

Angelique Kerber bei Australian Open gescheitert

Im Achtelfinale des Turniers in Melbourne war für die Weltranglistenzweite Schluss: Mit 0:6 und 2:6 unterlag Angelique Kerber der Ungesetzten Danielle Collins. Jetzt ist in Australien nur noch ein Deutscher im Turnier.

Eigentlich war es ein schöner Sommertag in der australischen Metropole Melbourne: angenehme Temperaturen und Sonnenschein. Doch auf dem Gesicht der Wimbledonsiegerin zogen schon sehr schnell Wolken auf: Angelique Kerber hatte von Anfang an Schwierigkeiten mit dem Spiel der 25-jährigen US-Amerikanerin Danielle Collins.

Die Nummer 35 der Weltrangliste, die in Runde zwei schon Julia Görges aus dem Turnier geworfen hatte, setzte die an Nummer Zwei gesetzte Deutsche sofort unter Druck und führte schnell mit 3:0, gewann den ersten Satz nach nur 20 Minuten mit 6:0.

Angelique Kerber; Australian Open; Tennis Danielle Collins (Getty Images/S. Barbour)

Kerber gratuliert der Siegerin Collins

Kerber ohne Chance

Im zweiten Satz gelang der 31-jährigen Kerber ein kurzes Aufbäumen, doch ihr Break zum 1:0 konterte Collins souverän und schickte Kerber mit platzierten, langen Bällen immer wieder in die Ecken des Platzes in der Margaret-Court-Arena.

Kerber verzweifelte zusehends, schimpfte über ihr schlechtes Spiel und zertrümmerte einen ihrer Schläger - was ihr eine Verwarnung durch den Schiedsrichter einbrachte. Nach dem 2:2-Zwischenstand zog ihre Gegnerin dann schnell davon und beendete das an diesem Tage ungleiche Duell nach nur 56 Minuten mit dem Matchball zum 6:2.

Alexander Zverev (picture-alliance/Xinhua News Agency)

Der letzte Deutsche in Melbourne: Alexander Zverev

Damit ist bei den Australian Open 2019 von den 13 deutschen Startern nur noch Alexander Zverev dabei.  Der Hamburger bestreitet an diesem Montag sein Achtelfinale gegen den Kanadier Milos Raonic.

Titelverteidiger Federer unterliegt Außenseiter

Neben Kerber erwischte es an diesem Sonntag noch einen weiteren Turnierfavoriten. Roger Federer konnte seine tiefe Enttäuschung nicht verbergen, als seine Regentschaft in Melbourne nach zwei Jahren von einem jungen Griechen mit dem Herz eines Champions beendet worden war. "Sehr frustrierend" sei das Aus im Achtelfinale, sagte Federer nach dem 7:6 (13:11), 6:7 (3:7), 5:7, 6:7 (5:7) in einem mitreißenden Match gegen Stefanos Tsitsipas.

Der 20-Jährige aus Athen schrieb mit dem Einzug in die Runde der besten Acht griechische Tennisgeschichte, kein Landsmann zuvor hatte es je ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers geschafft. Dass ihm dieses Kunststück ausgerechnet gegen den 37-jährigen Federer gelang, verschlug Tsitsipas fast die Sprache. "Ich bin der glücklichste Mensch der Welt", sagte er: "Roger ist eine Legende unseres Sports, ich habe so viel Respekt vor ihm."

Nach dem Generationenduell über 3:45 Stunden sprach Tennis-Ikone John McEnroe bereits von einer Wachablösung, so weit wollte Federer jedoch nicht gehen. "Das höre ich jetzt seit zehn Jahren", sagte der Schweizer, der 2017 und 2018 in Melbourne triumphiert hatte, nun aber bereits die dritte Grand-Slam-Enttäuschung nacheinander verkraften muss. 2018 war er in Wimbledon (Viertelfinale) und bei den US Open (Achtelfinale) früh ausgeschieden.

mak/to/stu (dpa, sid)