Angela Merkel wird Namenspatin für Schule im Niger | Afrika | DW | 17.11.2017
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Bildung

Angela Merkel wird Namenspatin für Schule im Niger

Eine Grundschule in Nigers Hauptstadt Niamey nennt sich ab sofort "Angela-Merkel-Schule". Sie ehrt damit die deutsche Bundeskanzlerin, die 2016 zu Besuch kam.

Ob Konrad Adenauer, Ludwig Erhard oder Willy Brandt: Das Amt des deutschen Bundeskanzlers bringt es mit sich, dass irgendwann Schulen nach einem benannt werden. Aber eine Angela-Merkel-Schule sucht man in Deutschland bislang vergeblich. Das liegt wohl an der ungeschriebenen Voraussetzung, dass der oder die Geehrte nicht mehr im Amt sein sollte - und am besten schon unter der Erde.

Doch nun hat es Angela Merkel geschafft. Deutschlands erste Kanzlerin, die Frau, die nach der Bundestagswahl vom Oktober 2017 gute Chancen hat, Helmut Kohl als Kanzler mit längster Amtszeit abzulösen, setzt neue Maßstäbe. Die erste Angela-Merkel-Schule steht allerdings nicht in Deutschland, sondern in Niamey, der Hauptstadt des westafrikanischen Niger.

Ein Name für die Ewigkeit

Seit dem Schuljahresbeginn am 2. Oktober trägt die Grundschule Goudel 2 den Namen von "Dr. Angela Merkel" und erinnert so an den Ehrengast.

"Am 10. Oktober 2016 ist sie hierher gekommen", erinnert sich ein aufgeregter Schüler, Ismael Mamane Lawali. Und sein Mitschüler Ousmane Harouna legt nach: "Wir wollen, dass Deutschland uns beim Bau weiterer Klassenräume unterstützt."

Niger Eröffnung der Angela-Merkel-Schule in Niamey (DW/A. Mamane Amadou)

Die Grundschule im Stadtteil Goudel wurde zu Beginn des Schuljahres nach Merkel umbenannt

Tatsächlich gab es schon eine mehr als symbolische Unterstützung der Kanzlerin.

"Angela Merkel hat uns 200 Schulbänke und fünf Lehrerpulte mitsamt Stühlen mitgebracht", erinnert sich Schulleiterin Rabi Abdoulaye.

Jetzt, wo Merkels Name in goldenen Lettern den Schuleingang schmückt, hofft man auf eine Fortsetzung. Rabi Abdoulaye etwa wünscht sich einen Informatikraum für ihre Schutzbefohlenen.

So weit will Nils Wortmann, Geschäftsträger der Deutschen Botschaft im Niger, zwar nicht gehen. Doch das soll das gute Verhältnis nicht trüben.

"Wir haben Möbel und Material im Wert von rund 8000 Euro zur Verfügung gestellt", sagt Wortmann der DW.

Ohnehin erstrecke sich die deutsche Zusammenarbeit auf die Grundschulbildung in ganz Niger. Deutschland ist einer der wichtigsten Partner des Landes. "Sehr stolz und zufrieden" zeigt sich Wortmann im DW-Gespräch über die Umbenennung der Schule: "Das ist etwas, das für die Ewigkeit bleibt."

Mitarbeit: Abdulkarim Mahamadou

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