Amazon klettert über Billionen-Marke | Wirtschaft | DW | 04.09.2018
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Börsenwert

Amazon klettert über Billionen-Marke

Nach dem Hightech-Konzern Apple hat auch der Online-Versandhändler Amazon die Marke von einer Billion Dollar beim Börsenwert an der Wall Street erreicht - zumindest zeitweise.

An der Börse in New York kletterte der Kurs der Amazon-Aktie im Handelsverlauf am Dienstag erstmals auf über 2050 Dollar pro Stück. Damit war das Unternehmen insgesamt eine Billion Dollar wert. Später gab die Notierung an der Wall Street allerdings wieder nach, so dass der Börsenwert wieder unter eine Billion Dollar sackte. Anfang August hatte der iPhone-Hersteller Apple als erstes börsennotiertes Privatunternehmen überhaupt diese Schwelle übersprungen.

Bescheidene Anfänge

Amazon wurde 1994 in Seattle im US-Bundesstaat Washington von Jeff Bezos als kleiner Online-Versand für Bücher gegründet. Heute ist das Unternehmen ein weltumspannender Konzern, der alle möglichen Produkte verkauft. Amazon hat außerdem eigene Elektronikprodukte wie den E-Book-Reader Kindle oder den Fire-Stick für das Streamen von Videos auf TV-Geräten entwickelt. Daneben produziert Amazon Serien und Filme für seinen Streaming-Dienst Prime Video.

Eine große - und immer wichtigere Einnahmequelle - sind die Speicherung von Daten in der Cloud und das Betreiben großer Server-Farmen für andere Unternehmen. Mittlerweile baut der Konzern in den USA auch eigene Ketten von Buchläden und bargeldlosen Supermärkten auf. Gründer Bezos ist der reichste Mann der Welt und hat den Microsoft Gründer Bill Gates schon lange von der Spitze verdrängt.

Jeff Bezos Now Second-Richest Person In The World (picture-alliance/ZUMAPRESS.com)

Dem reichsten Mann der Welt, Jeff Bezos, gehört auch das Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin

Amazon brauchte für das Erreichen der Billionen-Marke 21 Jahre, Apple ist seit fast 38 Jahren an der Börse. Anleger sind vor allem von der Strategie des Handelsunternehmens begeistert. Inzwischen besetzt Amazon fast jede Nische des Einzelhandels. Zuletzt stieg der Konzern durch die Übernahme der hochpreisigen Supermarktkette Whole Foods in den Lebensmittelhandel ein.

Im zweiten Quartal bescherte die florierende Nachfrage nach Online-Speicherdiensten und Anzeigen dem Online-Kaufhaus mit über zwei Milliarden Dollar den höchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Auch für das dritte Quartal ist Amazon zuversichtlich.

"Amazon ist ein bisschen dynamischer als Apple", fasste Daniel Morgan, Fondsmanager bei Synovus Trust in Atlanta, zusammen. Das iPhone sei ein wenig in die Jahre gekommen, während bei Amazon das Cloud-Geschäft floriere und für Extra-Schub sorge. So etwas fehle aktuell bei Apple. Seit Mai 1997 ist Amazon börsennotiert. In den vergangenen 15 Monaten hat sich der Aktienkurs verdoppelt und allein seit Jahresbeginn legten die Aktien des Unternehmens um 74 Prozent zu. Apple kommt in derselben Zeit 'nur' auf ein Plus von knapp 35 Prozent.

tko/ ww (rtr, afp, dpa)

 

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