Alltag im Bereich Audio- und Videotechnik | IT Berufe | DW | 04.01.2018
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IT-Berufe

Alltag im Bereich Audio- und Videotechnik

Angefangen hat sie 2012 als Ingenieurin im Team Audio- und Videotechnik bei der DW – heute ist sie dort stellvertretende Bereichsleiterin. Katrin Winklers Job setzt sich zusammen aus Technik und Organisation.

Der Bereich Audio-/Videotechnik

„Der Bereich Audio- und Videotechnik kümmert sich in erster Linie um die Wartung und Instandhaltung der Broadcasttechnik der DW“, erzählt Katrin. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen sind dafür zuständig, dass die Produktions- und Sendetechnik im gesamten Funkhaus funktioniert. Das Aufgabenspektrum ist entsprechend groß: Die Verantwortung, das alles funktioniert, reicht vom einfachen Radio im Redaktionsbüro bis hin zum großflächigen Virtuellen Studio. Die Einrichtung der Steuerungssysteme von Kamerastativen, die Zuordnung von Ein- und Ausgangssignalen via Kreuzschiene oder das Einrichten von Audiomessgeräten – all das läuft in Katrins Bereich zusammen. 

Bei so komplexer Technik bleiben Störungen nicht aus. Dann heißt es schnell reagieren und auch mal unkonventionell herangehen. „Wir mussten einmal sehr kurzfristig ein Fernsehsignal auf unserem Multiviewer bereitstellen. Ohne Vorbereitung haben wir einfach die ganzen Kabel quer durch den Raum und über die Racks geworfen. Erst im Nachhinein haben wir dann in Ruhe eine Zeichnung dazu angelegt und das Ganze dokumentiert“, schmunzelt Katrin. Technik ändert sich rasant und ein altes Gerät gegen ein neues austauschen, ist oft gar nicht so trivial. Prüfungen sind erforderlich, wie das neue Gerät in die bestehende Infrastruktur integriert werden kann. „In unserem Bereich kann einem einfach nicht langweilig werden“, so Katrin. 

Katrins Aufgabengebiet

Als stellvertretende Bereichsleiterin ist sie dafür zuständig, die eingehenden Aufgaben im Team zu verteilen und zu koordinieren. Dabei steht sie im engen Kontakt mit ihrem Bereichsleiter, der in Berlin sitzt. Fast täglich telefonieren sie und tauschen sich aus. Bei ihren Aufgaben kommt Katrin der technische Anteil allerdings manchmal zu kurz: „Ich bin momentan in Elternzeit und arbeite nur drei Tage die Woche. Dadurch habe ich nicht mehr die Zeit, mich neben der Koordination der Aufgaben um andere Dinge zu kümmern. Das ändert sich aber, wenn ich wieder fünf Tage die Woche arbeiten werde.“ Und darauf freue sich die technikbegeisterte Diplom-Ingenieurin schon.

Ein technisches Steckenpferd hat sie aber dennoch: Sie ist für die Betreuung des Controllersystems VSM zuständig, das sie selber konfiguriert hat. Der Controller sorgt dafür, dass verschiedene Systeme, unter anderem Videokreuzschienen und Audiorouter, zentral gesteuert werden können. So wird nicht mehr für jedes System eine eigene Steuereinheit benötigt. „Zwar kümmert sich in unserer Abteilung jeder um alles, aber jeder ist auch Experte in einem bestimmten Gebiet“, erzählt sie weiter.

Berufliche Laufbahn

Auf Technik ist Katrin erst während ihres Studiums gekommen. „Ich war sehr an Medien interessiert. Deswegen habe ich mich für den Studiengang Fotoingenieurwesen und Medientechnik entschieden. Dabei habe ich dann meine Affinität zur Technik erkannt und diesen Weg weiter verfolgt“, berichtet sie. Nach dem Studium war sie zunächst in einem Fernsehproduktionsunternehmen angestellt. Ihr eigentliches Ziel, die Arbeit in einer Rundfunkanstalt, hat sie dabei nicht aus den Augen verloren. Als sie 2012 auf das Stellenangebot der Deutschen Welle stieß, habe sie sofort gewusst, dass das der Beruf ist, den sie ausüben möchte. „Und ich habe es nie bereut. Die Deutsche Welle ist ein wirklich interessanter Arbeitgeber und die Arbeiten, die hier anfallen, sind sehr vielseitig. Für einen technikaffinen Menschen wie mich ist das eine super Anstellung“.

Jennifer Kosch / MW

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