Al-Kaida-Anführer in Mali erschossen | Aktuell Afrika | DW | 22.02.2019
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Militäroperation

Al-Kaida-Anführer in Mali erschossen

Frankreich ist nach eigenen Angaben ein Schlag gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone gelungen. Französische Spezialkräfte töteten den Algerier Jahja Abu Hammam. Er sei die Nummer zwei eines Al-Kaida-nahen Bündnisses.

Mali - Französische und malische Truppen töten in Mali 30 Dschihadisten (Getty Images/AFP/D. Benoit)

Sie sind auf Terroristenjagd: die Spezialkräfte der Einheit "Barkhane" (Archivbild)

Jahrelang hatte die französische Anti-Terrorgruppe "Barkhane" nach dem Terroristen gesucht. Jetzt sei es in einer von Luft- und Bodenkräften ausgeführten Armee-Operation nördlich von Timbuktu gelungen, Abu Hammam und zehn weitere Dschihadisten zu töten. Sie gehören zu dem Bündnis Dschamat Nusrat al-Islam wa al-Muslimin (Unterstützergruppe für den Islam und Muslime)

"Kopf und Finanzier"

Abu Hammam wird unter anderem für die Entführung und Tötung westlicher Staatsbürger im Norden und Westen Afrikas verantwortlich gemacht - unter anderem eines US-Bürgers im Jahr 2009. Im gleichen Jahr soll er einen Angriff auf die französische Botschaft in Mauretanien befehligt haben. Das französische Verteidigungsministerium nennt Abu Hammam "Kopf und Finanzier" mehrerer Angriffe.

Deutsch-französische Reisediplomatie

An diesem Wochenende reisen führende Politiker aus Frankreich und Deutschland in die Region. Premier Edouard Philippe, Verteidigungsministerin Florence Parly und Außenminister Jean-Yves Le Drian werden in der malischen Hauptstadt erwartet. Frankreich, die ehemalige Kolonialmacht in der Sahel-Zone, hat in der Region im Zuge der Operation "Barkhane" etwa 4000 Soldaten stationiert.

Ab Sonntag besucht Bundesaußenminister Heiko Maas westafrikanische Krisenstaaten. Stationen werden Mali, Burkina Faso und Sierra Leone sein.

Frankreich und Deutschland unterstützen eine gemeinsame Militäreinheit von Mali, Burkina Faso, Mauretanien, Niger und Tschad im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UN-Einsatz MINUSMA mit mehr als 12.000 Soldaten.

fab/uh (dpa, afp)

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