Junge Filme aus Afrika – Die DW zeigt zwei herausragende Werke: „Gerreta“, einen Kurzfilm aus Äthiopien, und „Rumeurs du Lac“, einen Dokumentarfilm über den Kivu-See. Diskutieren Sie im Anschluss mit den Autoren.
Der afrikanische Kontinent rückt hierzulande zunehmend in den Fokus. Filme afrikanischer Autorinnen und Autoren geben einen authentischen Einblick, zeigen ein differenziertes Bild – auch von dem, was afrikanische Zuschauer beschäftigt. Das Afrika Film Festival Köln lädt ab 15. September zu einer cineastischen Reise durch zahlreiche Länder Afrikas ein.
Die DW erweitert dieses Angebot und zeigt im Bonner Funkhaus am Montag, 26. September, zwei Filme afrikanischer Autoren:
Gerreta (Kurzfilm)
Mantegaftot Sileshi Siyoum; Äthiopien 2015; OF m. engl. UT; 8 min.
Ein Vater in Äthiopien, der auf der Suche nach Nahrung für sein Kind ist, wird des Diebstahls bezichtigt. Der Titel des Films Gerreta ist ein Wortspiel. Es bedeutet sowohl Mob oder Meute als auch Verwirrung, Konfusion. „Gerreta“ wurde 2015 beim River Filmfestival in Padua/Italien als bester internationaler Kurzfilm ausgezeichnet und lief zudem beim Interfilm Filmfestival in Berlin.
Mantegaftot Sileshi Siyoum, Jahrgang 1979, arbeitet für die Amharisch-Redaktion der Deutschen Welle. „Gerreta“ ist sein erster Film. Er hat ihn 2014 in seiner Heimatstadt Addis Abeba produziert.
Rumeurs du Lac (Dokumentarfilm)
Wendy Bashi; DR Kongo/Belgien 2015; OF m. dt. UT; 52 min.
Der Kivu-See bildet die Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Die Fischer an beiden Ufern erzählen in Rumeurs du Lac von seinen Geheimnissen, von poetischen Schöpfungsmythen und traumatischen Erlebnissen der jüngeren Vergangenheit.
Wendy Bashi lebt seit 2009 in Brüssel. Sie ist freie Journalistin und arbeitet für die Deutsche Welle in der Redaktion Französisch für Afrika. Rumeurs du Lac ist ihr erster Dokumentarfilm. Er wurde auf mehreren Festivals gezeigt und lief im Fernsehen auf TV5 Monde Afrique.
Diskussion:
Was bewegt junge Filmemacher aus Afrika? Mit welchen Herausforderungen werden sie in ihrer Arbeit konfrontiert? Wie binden sie die lokalen Communitys in ihren Filmen ein? Darüber diskutieren Mantegaftot Sileshi Siyoum und Wendy Bashi im Anschluss an die Filmvorführungen mit dem Publikum.
Moderation: Aude Gensbittel, DW, Französisch für Afrika.
Termin:
Montag, 26. September 2016, 19 Uhr
Deutsche Welle | Kurt-Schumacher-Str. 3 | Bonn
Anmeldung erforderlich: event@dw.com
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit FilmInitiativ Köln e.V.