Afghanistan: Neun Tote bei Selbstmordanschlag vor Moschee | Aktuell Nahost | DW | 09.03.2018
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Kabul

Afghanistan: Neun Tote bei Selbstmordanschlag vor Moschee

Wieder ein Angriff auf die schiitische Gemeinde in der afghanischen Hauptstadt. Im Internet hat sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" zu der Attacke bekannt – und spricht von weitaus mehr Opfern.

Afghanische Sicherheitskräftenach Anschlag in Kabul (Reuters/O. Sobhani)

Sicherheitskräfte nahe der Moschee nach dem Anschlag

Bei einem Selbstmordattentat in der Nähe einer schiitischen Moschee im Westen der afghanischen Hauptstadt Kabul sind neun Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der afghanische Präsident Ashraf Ghani in einem Statement nach der Attacke mit. 

Der Attentäter hatte es demnach auf eine Versammlung hunderter Menschen abgesehen. Sie waren zum 23. Todestag eines prominenten Führers der schiitischen Hasara-Gemeinschaft, Abdul Ali Masari, auf dem Musalai-Schahid-Masari-Platz neben der Moschee zusammengekommen. Der Mann hätte sich jedoch 300 Meter davon entfernt in die Luft gesprengt, nachdem Sicherheitskräfte ihn erkannt hatten, so Innenminister Nasrat Rahimi. 

Bekennerbotschaft des IS

Im Internet hat sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu dem Anschlag bekannt. In einer Botschaft hieß es, der Attentäter habe mehr als 200 Menschen getötet. Das Bekenntnis konnte jedoch noch nicht verifiziert werden. Die Terrorgruppe spricht zu Propagandazwecken häufig von höheren Opferzahlen bei ihren Anschlägen.

Im Jahr 2017 hat der IS zahlreiche Anschläge auf schiitische Moscheen und Versammlungen verübt. Die UN registrierte im Jahr 2017 allein acht Angriffe mit mindestens 418 Toten, die meisten davon in Kabul.

luh/fab (dpa)