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Ackermann hört auch bei Siemens auf

12. September 2013

Nach seinem Rückzug beim Versicherungskonzern Zurich legt der frühere Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, auch seinen Aufsichtsratsposten bei der Siemens AG nieder.

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Josef Ackermann (Foto: Ralph Orlowski/Getty Images)
Bild: Getty Images

Den Bericht zu seinem Rücktritt bestätigte Josef Ackermann am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung des Buches "Späte Reue", einer Biographie des Ex-Bankers. Grund des Rücktritts sei der Machtkampf bei Siemens vor einigen Wochen.

Der ehemalige Chef der Deutschen Bank hatte sich für den Verbleib von Peter Löscher an der Spitze von Siemens eingesetzt. Entschieden wurde aber, Löscher abzusetzen und Finanzvorstand Joe Kaeser zu seinem Nachfolger zu machen.

Josef Ackermanns Rückzug

Ackermann weist alle Vorwürfe zurück

Ackermann sagte, der Rückzug aus dem Aufsichtsrat von Siemens habe "ganz andere Gründe" als sein Rücktritt als Verwaltungsratschef von Zurich. Der Schweizer hatte damit auf den Selbstmord von Zurich-Finanzvorstand Pierre Wauthier reagiert. "Dass ich in einem Brief verantwortlich oder mitverantwortlich gemacht werde, muss ich in aller Entschiedenheit zurückweisen", sagtev Ackermann.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, zu einem Rückzug Ackermanns aus dem Siemens-Aufsichtsgremium dürfte auch beigetragen haben, dass die Münchner Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Sie untersucht, ob er im Schadenersatzprozess der Kirch-Mediengruppe gegen die Deutsche Bank Prozessbetrug begangen hat. Eine Anklage womöglich in diesem Herbst schließen Beobachter laut dem Bericht nicht aus.

zdh/gmf (AFP, dpa, rtr)