Abkupfern | Wort der Woche | DW | 18.10.2019
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Wort der Woche

Abkupfern

Wer abkupfert, benötigt weder Kupfer noch eigene, kreative Ideen. Denn wenn man welche hätte, müsste man nicht abkupfern.

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Abkupfern

Früher waren es Handwerker, die Kupferstecher, die „abgekupfert" haben. Um bildliche Darstellungen zu drucken und zu vervielfältigen, haben sie Kupferstiche erstellt. Dafür haben sie das Motiv zunächst in eine Metallplatte geritzt und Farbe aufgetragen. Danach haben sie die Platte auf Papier gepresst. Das Ergebnis war die Kopie eines Originals. Aus diesem Handwerk, das im 17. und 18. Jahrhundert weit verbreitet war, stammt das Verb „abkupfern". Es wird heutzutage umgangssprachlich genutzt und hat eine negative Bedeutung. Abkupfern ist unerlaubtes Kopieren, Imitieren, Nachahmen. Wer abkupfert, macht sich des Plagiats, der Verwendung von Ideen oder Arbeiten anderer, schuldig. Das kann Geld- und Haftstrafen nach sich ziehen – mit den entsprechenden Konsequenzen. So ist der eigene Ruf beschädigt, eine Karriere möglichweise beendet. Die einzigen Menschen, die beim Abkupfern keine Konsequenzen zu befürchten haben, sind Kupferstecher. Schließlich ist Abkupfern ihr Beruf.

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