Abbügeln | Wort der Woche | DW | 26.08.2016
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Wort der Woche

Abbügeln

Sind Sie schon mal abgebügelt worden? Auch wenn kein Bügeleisen im Spiel ist, tut das ganz schön weh.

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Abbügeln

In einer Fernsehdiskussion sitzen sich zwei Politiker unterschiedlicher Parteien gegenüber und diskutieren heftig miteinander. Auf einmal sagt der eine zum anderen: „Warum lassen Sie mich eigentlich nie richtig zu Wort kommen? Warum hören Sie sich meine Argumente nicht an? Warum bügeln Sie mich immer sofort ab?“ Der umgangssprachliche Begriff verwendet ein Bild aus dem Alltagsleben. Denn mit einem Bügeleisen glättet man Falten in Hemden, Blusen oder der Bettwäsche. Wer eine andere Person abbügelt, will nicht hören, was diese Person zu sagen hat. Abgebügelt zu werden, fühlt sich nicht gut an. Denn das Gegenüber signalisiert: „Das, was du sagst, ist unwichtig. Ich mache sowieso, was ich denke.“ Und was wird aus den beiden Politikern im Fernsehen? Die bügeln sich immer weiter ab. Da kann man eigentlich nur zuschauen – und tatsächlich seine Hemden bügeln.

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