31.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 31.10.2013
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Nachrichten

31.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der US-Geheimdienst NSA verschafft sich nach Informationen der "Washington Post" heimlich Zugriff auf die internen Datennetzwerke der Internetkonzerne Yahoo und Google. Damit könne die NSA die E-Mail-Kommunikation von hunderten Millionen Menschen weltweit ausspähen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Auch US-Bürger seien von dem Überwachungsprogramm mit dem Namen "Muscular" betroffen. Die Zeitung zitiert ein vertrauliches NSA-Dokument vom 9. Januar 2013, dem zufolge in den 30 vorangegangenen Tagen etwa 181 Millionen Datensätze gesammelt worden waren. NSA-Chef Keith Alexander wies die neuen Vorwürfe zurück. Der Geheimdienst handle auf Grundlage von "Gerichtsbeschlüssen" und würde nie in "irgendwelche Datenbanken einbrechen", beteuerte Alexander.

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Die US-Zentralbank hält wie erwartet an ihrer äußerst lockeren Geldpolitik fest, weil sie die Erholung der heimischen Wirtschaft noch als unzureichend erachtet. Nach einer zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses verwies die Federal Reserve (Fed) darauf, dass die restriktive US-Haushaltspolitik "das Wirtschaftswachstum behindert". Den Leitzins beließ sie unverändert bei null bis 0,25 Prozent. Auch die japanische Notenbank bleibt bei ihrer expansiven Geldpolitik. Geplant ist, binnen zwei Jahren umgerechnet mehr als eine Billion Euro in die Wirtschaft zu pumpen.

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Die Vereinten Nationen und die US-Regierung sind angesichts neuer israelischer Siedlungspläne in Ost-Jerusalem besorgt, dass dadurch die Nahost-Friedensgespräche gestört werden. Das US-Außenministerium kritisierte, das schaffe kein "positives Umfeld" für Verhandlungen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Siedlungsbau. Unterdessen haben israelische Soldaten im nördlichen Westjordanland einen Palästinenser getötet. Eine Armeesprecherin sagte, in dem Ort südlich von Dschenin hätten etwa 50 Palästinenser die Soldaten mit Steinen beworfen. Diese hätten die Demonstration aufgelöst. Seit Beginn der neuen Nahost-Friedensgespräche wurden zehn Palästinenser und drei Israelis im Westjordanland getötet.

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Die im Auftrag der Vereinten Nationen gegen die somalische Shaabab-Miliz kämpfende afrikanische Streitmacht soll mehr Soldaten erhalten. Wie Diplomaten am New Yorker UN-Sitz mitteilten, arbeitet Großbritannien bereits an einer Resolution für den UN-Sicherheitsrat, die eine Aufstockung der Truppen um 4000 auf 22.000 Soldaten vorsieht. Der Rat könnte demnach Mitte November über die Entschließung abstimmen. Die Mission der Afrikanischen Union (AMISOM) kämpft seit 2007 unter UN-Mandat gegen die islamistische Miliz in Somalia. Gemeinsam mit den somalischen Regierungstruppen gelang es den Soldaten aus Uganda, Burundi, Dschibuti und Kenia in den vergangenen 18 Monaten, die Miliz aus der Hauptstadt Mogadischu und anderen größeren Bastionen zu vertreiben. Inzwischen aber konnten sich die radikalen Islamisten neu formieren.

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Die italienische Küstenwache hat vor der Mittelmeerinsel Lampedusa mehr als 300 Bootsflüchtlinge in Sicherheit gebracht. Das Boot der Flüchtlinge sei bei stürmischem Wetter in Seenot geraten, teilten die Behörden mit. In den vergangenen Tagen waren bei mehreren Einsätzen bereits Hunderte Migranten auf hoher See gerettet worden. Anfang Oktober war vor Lampedusa ein Flüchtlingsboot gekentert, mehr als 360 Menschen starben. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums sind in diesem Jahr bereits mehr als 36.000 Bootsflüchtlinge an den italienischen Küsten angekommen - fast drei Mal mehr als im gesamten Vorjahr.

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