31.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 31.08.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

31.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:26

Nachrichten von Freitag, 31.08.2018 – langsam gesprochen als MP3

Deutschland erhöht Finanzhilfe für Palästinenser-Hilfswerk der UN

Nach der massiven Kürzung der US-Gelder für das Palästinenser-Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) hat Außenminister Heiko Maas die EU-Staaten aufgefordert, mehr Geld bereitzustellen. Deutschland sei bereit, zu den bisherigen 81 Millionen Euro "weitere substantielle Mittel" zu geben, schrieb er an seine EU-Kollegen. Die Arbeitsfähigkeit der Organisation stehe "auf dem Spiel". Sie sei besonders im Gazastreifen "ein Schlüsselfaktor für Stabilität". Die USA hatten im Januar ihre Zahlungen an das UNRWA deutlich gekürzt - von 360 Millionen Dollar im Vorjahr auf nur noch 60 Millionen Dollar.

 

Proteste und Dialog in Chemnitz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Chemnitzer dazu aufgerufen, eine klare Grenze zu Rechtsextremisten zu ziehen. Beim "Sachsengespräch" mit rund 500 Bürgern im Chemnitzer Stadion versprach er, dem Eindruck entgegenzutreten, alle Chemnitzer seien rechtsradikal. Er warb auch um Vertrauen in den Rechtsstaat. Außerhalb des Stadions versammelten sich zeitgleich 900 Menschen zu einer Protestkundgebung der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz". 1200 Polizisten waren im Einsatz. Die Kundgebung verlief nach Angaben der Polizei ohne größere Zwischenfälle.

 

De Mistura will humanitären Korridor für Idlib schaffen

Angesichtes der drohenden Offensive in Idlib fordert der UN-Syriengesandte Staffan de Mistura einen humanitären Korridor für die syrische Provinz. Er sei bereit, nach Idlib zu reisen, um zu helfen, der Bevölkerung die Ausreise in sicheres Gebiet zu ermöglichen, so de Mistura. Die syrische Regierung droht mit einer Offensive auf die letzte Rebellenbastion, was zu einer Fluchtwelle in Richtung Türkei führen könnte. Derzeit laufen Gespräche zwischen Russland, der Türkei und dem Iran, um dies zu vermeiden. In Idlib leben laut de Mistura 2,9 Millionen Menschen, davon rund 10.000 "Terroristen".

 

Trump will Plan für China-Zölle durchziehen

US-Präsident Donald Trump soll Beratern gesagt haben, er werde die vorgesehenen Zölle auf weitere chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar nächste Woche in Kraft setzen lassen. Das meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Damit würde sich der Handelsstreit zwischen den größten Volkswirtschaften weiter verschärfen. Laut Bloomberg hat Trump auch ein Angebot der EU zur Aufhebung gegenseitiger Zölle auf Autos zurückgewiesen. Die Offerte sei nicht gut genug, sagte Trump. Die EU hatte angeboten, ihre Autozölle auf Null zu reduzieren, wenn die USA dasselbe tun würden.

 

Ex-Vizepräsident Biden verabschiedet Freund und "Helden" McCain

In einer bewegenden Trauerrede hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden den verstorbenen US-Senator John McCain gewürdigt. "John war ein Held", sagte Biden bei einem Trauergottesdienst in Phoenix im Bundesstaat Arizona. McCain habe Amerikanern Vertrauen gegeben. Charakter, Mut, Ehre, Integrität und nicht zuletzt Optimismus hätten ihn ausgezeichnet. Während seiner Ansprache wischte sich der Demokrat mehrfach Tränen weg, als er auf die Freundschaft zu seinem Parteirivalen McCain zurückblickte. McCain war am vergangenen Samstag im Alter von 81 Jahren gestorben.

 

Festnahme nach Morddrohungen gegen "Boston Globe"-Redakteure

Nach Morddrohungen gegen Mitarbeiter der US-Zeitung "Boston Globe" ist ein Mann festgenommen worden. Laut der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Massachusetts hatte ein 68-jähriger Kalifornier die Redaktion im August immer wieder angerufen und damit gedroht, Zeitungsmitarbeiter zu erschießen. Der Mann soll sich als Anhänger von US-Präsident Donald Trump zu erkennen gegeben haben. Der "Boston Globe" hatte zuvor eine Aktion angestoßen, bei der mehr als 300 Zeitungen vor einer Gefährdung der Pressefreiheit durch Trump warnten. Dem Inhaftierten drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe.

 

Schulz besucht Lula in Brasilien im Gefängnis

Ex-SPD-Chef Martin Schulz hat den inhaftierten früheren brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva im Gefängnis besucht. Er habe einen "sehr mutigen und kämpferischen Mann" erlebt, sagte Schulz in Curitiba. Lula liegt bei den Umfragen für die Präsidentschaftswahlen im Oktober in Führung, sitzt aber wegen Korruptionsvorwürfen im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Die SPD hat seit langem enge Kontakte zu Lulas Arbeiterpartei. Diese will mit internationalem Druck erreichen, dass Lula bis zur Wahl freikommt und erneut Präsident werden kann.

 

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