31.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 31.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

31.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 31. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

Sicherheitsrat berät wegen Eskalation bei Gaza-Protesten:

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich in einer Dringlichkeitssitzung in New York mit den Unruhen an der Grenze zwischen Israel und dem palästinensischen Gazastreifen befasst. In dem Gebiet demonstrieren Palästinenser für ein Rückkehrrecht nach Israel. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften mindestens 17 Palästinenser getötet. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sollen zudem mehr als 1400 Menschen verletzt worden sein. Israel setzte Tränengas, Gummigeschosse und offenbar auch scharfe Munition ein. Von Seiten der israelischen Armee hieß es, mit dem Einsatz habe man auf brennende Autoreifen, Steinwürfe und Brandbomben reagiert. UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte transparente und unabhängige Ermittlungen. Entlang der rund 65 Kilometer langen Grenze hatten sich am Freitag zehntausende Palästinenser zu einem sogenannten "Marsch der Rückkehr" versammelt. Zu der Protestaktion, die bis Mitte Mai dauern soll, hatte die radikal-islamische Hamas aufgerufen.

 

US-Präsident streicht Gelder für Syrien-Hilfe:

US-Präsident Donald Trump lässt laut Medieninformationen mehr als 200 Millionen Dollar an Hilfsgeldern für Syrien einfrieren. Eine entsprechende Anordnung habe das Weiße Haus an das US-Außenministerium erteilt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungskreise. Trump hatte zuvor überraschend ein baldiges Ende des amerikanischen Militäreinsatzes in Syrien angekündigt. Zur Begründung verwies er darauf, dass mittlerweile fast alle Gebiete aus der Hand der IS-Terrormiliz zurückerobert seien. Trump hatte die Abzugs-Ankündigung offenbar nicht mit seiner Regierung abgestimmt. Das Außenministerium in Washington wusste nach eigenen Angaben nichts von einer entsprechenden Entscheidung.

 

UN ahnden Verstöße gegen Nordkorea-Sanktionen:

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat Maßnahmen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Nordkorea-Sanktionen beschlossen. Ein Ausschuss des höchsten UN-Gremiums setzte 21 Reedereien, 27 Schiffe und eine Person auf eine schwarze Liste. Sie sollen Nordkorea dabei geholfen haben, die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen zu umgehen. Dabei soll es um den Schmuggel von Öl und Kohle gehen. Auf der Schwarzen Liste stehen nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP überwiegend Schiffe und Firmen aus Nordkorea, aber auch aus China, Singapur und drei weiteren Staaten. Die internationalen Sanktionen wurden verhängt, weil das Regime des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un sein Atomraketenprogramm nicht beenden will.

 

Autopsie widerspricht US-Polizeibericht:

Fast zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen der kalifornischen Polizei auf einen Afroamerikaner ist in den USA ein erster Autopsiebericht veröffentlicht worden. Demnach trafen den 22-Jährigen sechs Kugeln in den Rücken. Dies widerspreche Polizeiberichten, wonach der junge Schwarze eine Bedrohung für die beiden Polizisten gewesen sei, so der Anwalt der Familie. Es gebe keine Einschusswunden an der Vorderseite seines Körpers. Die Polizisten hatten vor zwei Wochen insgesamt 20 Mal auf den jungen Mann geschossen, weil sie sein Handy für eine Waffe hielten. Er stand im Verdacht, Autoscheiben eingeschlagen zu haben. Die Familie des Getöteten hatte die Obduktion bei einem namhaften Pathologen in Auftrag gegeben. Der offizielle Bericht des zuständigen Gerichtsmediziners wurde noch nicht veröffentlicht.

 

Papst begeht Kreuzwegsprozession:

Papst Franziskus hat bei der Kreuzwegsprozession am Kolosseum in Rom an Gewalt und Kriege in der heutigen Welt erinnert. Begleitet von 20.000 Christen bat das katholische Kirchenoberhaupt zukünftige Generationen um Vergebung dafür, dass ihnen eine Welt hinterlassen werde, die durch Spaltung und Kriege zerbrochen sei. Die Kreuzwegsprozession findet traditionell im Schein tausender Kerzen und Fackeln statt. Sie zählt zu den ersten Höhepunkten der Osterfeierlichkeiten in Rom. Aus Sicherheitsgründen hatten die italienischen Behörden den Bereich um das Kolosseum weiträumig abgesperrt. In Deutschland riefen Spitzenvertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in ihren Karfreitagspredigten dazu auf, über Religionsgrenzen hinweg friedlich zusammenzuleben.

 

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