31.01.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 31.01.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

31.01.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:32

Nachrichten von Donnerstag, 31.01.2019 – langsam gesprochen als MP3

EU-Staaten gründen System zur Umgehung von Iran-Sanktionen der USA

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben nach Medienberichten eine Gesellschaft gegründet, die ihnen auch künftig Geschäfte mit dem Iran ermöglichen soll. Sie fungiert als eine Art Vermittlungsstelle, über die europäische Unternehmen trotz der strengen US-Sanktionen Geschäfte mit dem Iran abwickeln können. So könnte zum Beispiel der Iran weiter Öl oder andere Produkte nach Europa liefern. Das Geld dafür würde dann aber nicht über Banken in den Iran fließen, sondern an europäische Unternehmen, die zum Beispiel Medikamente, Nahrungsmittel oder Industriegüter in den Iran verkaufen.

 

Venezuelas Interimspräsident Guaidó versucht Militär für sich zu gewinnen

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó verstärkt seine Bemühungen, das mächtige Militär auf seine Seite zu ziehen. In der "New York Times" schrieb der oppositionelle Parlamentspräsident, es habe heimliche Treffen mit Vertretern der venezolanischen Armee und der Sicherheitskräfte gegeben. Bislang halten die Generäle öffentlich noch zu Maduro, doch unter den einfachen Soldaten soll es Medienberichten zufolge brodeln. Die USA und zahlreiche lateinamerikanische Länder haben Guaidó bereits als legitimen Interimspräsidenten anerkannt. Am Mittwoch waren erneut zahlreiche Menschen in Venezuela gegen den Sozialisten Maduro auf die Straße gegangen.

 

Mörder von Chiles Ex-Präsident Frei verurteilt

37 Jahre nach der Ermordung des früheren chilenischen Präsidenten Eduardo Frei sind sechs Angeklagte zu Gefängnisstrafen von drei bis zehn Jahren verurteilt worden. Der Politiker war nach einer Operation in einem Krankenhaus von Medizinern vergiftet worden. Seine christdemokratische Partei hatte zu dem Zeitpunkt als wichtigste Opposition gegen Diktator Augusto Pinochet an Stärke gewonnen. Die Ermittlungen zu Freis Tod zogen sich über 15 Jahre. Während der Pinochet-Diktatur zwischen 1973 und 1990 wurden in dem südamerikanischen Land mehr als 3200 Menschen ermordet und 38.000 gefoltert.

 

Kanada zieht Hälfte des Botschaftspersonals aus Kuba ab

Wegen mysteriöser Erkrankungen will Kanada bis zu 50 Prozent der Kanadier ausfliegen, die in der Botschaft in Kuba arbeiten. Seit Anfang 2017 habe es 14 Fälle unerklärlicher gesundheitlicher Probleme in der kanadischen Botschaft in Havana gegeben. Auch bei 26 Mitarbeitern der fünf Kilometer entfernten US-Botschaft waren Erkrankungen aufgetreten. Kuba weist die Verantwortung für sämtliche Fälle von sich. Die kubanische Botschafterin in Kanada, Josefina Vidal, nannte den Abzug "nicht nachvollziehbar". Man wolle die Beziehungen beider Länder aufrecht erhalten.

 

UN entsenden Hilfskonvoi für syrische Flüchtlinge

Ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen soll die humanitäre Krise im Flüchtlingslager Rukbar an der syrisch-jordanischen Grenze entschärfen. Die ersten der insgesamt 100 Lastwagen und 250 Helfer sollen am kommenden Dienstag aufbrechen, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Das syrische Verteidigungsministerium habe den Konvoi bereits mündlich genehmigt, Russland und die USA hätten Sicherheitsgarantien abgegeben. In dem Lager leben rund 42.000 Menschen nahezu ohne medizinische Versorgung. Helfer erreichten es zuletzt im November, davor fast ein Jahr lang überhaupt nicht.

 

Hacker-Angriff bei Flugzeugbauer Airbus

Der europäische Flugzeugbauer Airbus meldete am Mittwoch einen "Cyber-Vorfall". Dabei hätten Unbekannte "unberechtigten Zugriff auf Daten" erhalten, möglicherweise auf personenbezogene Daten von Mitarbeitern. Der Betrieb des kommerziellen Fluggeschäfts sei dadurch aber nicht beeinträchtigt worden, hieß es aus der Konzernzentrale im französischen Toulouse. Das europäische Gemeinschaftsunternehmen ist neben der zivilen Luftfahrt auch im militärischen Bereich sowie in der Raumfahrt tätig. Weltweit beschäftigt Airbus fast 130.000 Mitarbeiter.

 

Streik in ungarischem Audi-Werk beigelegt

Nach einer Woche Streik im ungarischen Motorenwerk Györ hat der Autohersteller Audi sich den Forderungen der Gewerkschaft AHFSZ gebeugt. Die Arbeiter sollen nun 18 Prozent mehr Lohn bekommen. Allerdings liegt der Durchschnittsverdienst nach Gewerkschaftsangaben in dem Werk bislang nur bei 1100 Euro. Audi teilte mit, die Produktion in Györ werde rasch wieder hochgefahren. Weil dort jährlich zwei Millionen Motoren hauptsächlich für andere Werke vom Band gehen, ist die Produktion andernorts noch unterbrochen, darunter im Audi-Stammwerk in Ingolstadt.

 

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