30.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 30.08.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

30.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:14

Nachrichten von Donnerstag, 30.08.2018 – langsam gesprochen als MP3

Kanzlerin Merkel im Senegal

Der senegalesische Präsident Macky Sall hat Kanzlerin Angela Merkel seine Zusammenarbeit im Kampf gegen illegale Migration und Schleuser zugesagt. Dies sei "eine Frage der Würde Afrikas", sagte Sall nach einem Gespräch mit Merkel in der Hauptstadt Dakar. Die Kanzlerin sieht dies genauso, will aber auch legale Zugangsmöglichkeiten nach Europa einrichten. Zugleich warb sie für bessere Voraussetzungen für deutsche Investitionen im Land, um Arbeitsplätze zu schaffen. Zum Auftakt ihres Besuchs war Merkel mit deutscher Schlagermusik empfangen worden.

 

Sachsen erhält Unterstützung durch Bundespolizei

Der Freistaat Sachsen hat nach den Vorfällen in Chemnitz Hilfe der Bundespolizei angefordert. Laut einem Sprecher, gibt es bereits diesen Donnerstag beim Bürgerdialog mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und einer gleichzeitigen Demonstration der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz" auswärtige Unterstützung. Der Regierungschef besucht die Stadt vier Tage nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen und anschließenden Demonstrationen mit Übergriffen auf Ausländer. Unterdessen wurde bekannt, dass in der Nacht in Wismar ein Zuwanderer aus vermutlich ausländerfeindlichen Motiven schwer verletzt wurde.

 

Juso-Chef für Parteiausschluss von Thilo Sarrazin

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert fordert ein neues Parteiausschlussverfahren der SPD gegen den Publizisten Thilo Sarrazin wegen dessen ausländer- und islamfeindlichen Thesen. Sarrazin habe mit den Grundwerten der SPD schon lange nichts mehr zu tun, sagte Kühnert. Der frühere Berliner Finanzsenator Sarrazin stellt an diesem Donnerstag sein neues Buch vor, in dem er vor einer angeblichen feindlichen Übernahme Deutschlands durch den Islam warnt. Bereits nach Sarrazins umstrittenem Buch "Deutschland schafft sich ab" hatte die SPD versucht, ihn aus der Partei auszuschließen.

 

Italien blockiert Mittelmeermission "Sophia"

Die EU-Operation "Sophia" hat den Auftrag, Schleuser zu bekämpfen, rettet nebenbei aber auch immer wieder Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Diese wurden bislang alle nach Italien gebracht. Doch die neue Regierung in Rom stellt sich quer und will nicht mehr allein für die Versorgung der Migranten verantwortlich sein. Nach dem Willen von Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta sollen die Schiffe künftig abwechselnd Häfen in verschiedenen Ländern ansteuern. Trenta will ihre Idee an diesem Donnerstag bei einem Treffen mit ihren EU-Kollegen in Wien präsentieren.

 

Trump will vorerst auf Militärmanöver mit Südkorea verzichten

US-Präsident Donald Trump will an der Aussetzung der Militärmanöver mit Südkorea auf der koreanischen Halbinsel festhalten. Es gebe derzeit keinen Grund, große Geldbeträge für gemeinsame Kriegsspiele auszugeben, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. Nichtsdestotrotz könnten sie wieder aufgenommen werden, wenn der US-Präsident sich dazu entschließe, fügte er hinzu. Wenn er dies tue, würden sie deutlich größer sein als je zuvor. US-Verteidigungsminister James Mattis hatte dagegen am Dienstag erklärt, dass die USA an weiteren Militärübungen mit Südkorea festhalten wollten.

 

Syrische Armee soll stufenweise Offensive vorbereiten

Die syrische Armee bereitet nach Berichten aus dem Regierungsumfeld eine stufenweise Offensive gegen die Region Idlib im Norden des Landes vor. Die Angriffe würden sich zunächst auf südliche und westliche Teile des letzten großen von Rebellen kontrollierten Gebietes konzentrieren, sagte ein Vertreter einer regionalen Allianz, die die Assad-Truppen unterstützt. Seit Wochen wird mit einem Angriff der syrischen Armee, unterstützt von Russland, gerechnet. Die Vereinten Nationen befürchten, dass dann mehr als 2,5 Millionen Menschen in Richtung türkische Grenze flüchten würden.

 

Argentinien bittet IWF um schnellere Hilfe

Angesichts der sich verschärfenden Währungskrise in Argentinien hat Präsident Mauricio Macri den Internationalen Währungsfonds (IWF) um schnellere Hilfszahlungen gebeten. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte zu, dies zu prüfen. Argentinien hatte sich mit dem IWF im Juni auf einen Kredit von knapp 43 Milliarden Euro geeinigt. Der argentinische Peso steht wegen einer Inflation von zuletzt mehr als 30 Prozent und einer schwachen Wirtschaftsentwicklung unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor die argentinische Währung mehr als 45 Prozent an Wert.

 

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