30.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 30.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

30.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:20
Jetzt live
07:20 Min.

Nachrichten von Samstag, 30.06.2018 – langsam gesprochen als MP3

USA erwägen offenbar Truppenabzug aus Deutschland

Das US-Verteidigungsministerium prüft laut einem Bericht der "Washington Post" einen Abzug der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte. Zu den Optionen gehöre eine Rückkehr eines Großteils der rund 35.000 US-Soldaten oder die Verlegung des gesamten oder eines Teils des Kontingents nach Polen, berichtete die Zeitung. Demnach soll Präsident Donald Trump die Idee eines Truppenabzugs bei einem Treffen mit Militärberatern und Vertretern des Weißen Hauses aufgebracht haben. Die europäischen NATO-Mitglieder seien beunruhigt.

 

CSU zeigt Zustimmung zum Asylkompromiss der EU

Im Asylstreit innerhalb der Union kommen aus der CSU erste versöhnliche Worte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte beim EU-Gipfel einen Kompromiss mit anderen Staaten gefunden. Zudem einigte sie sich mit Spanien und Griechenland auf ein Rücknahme-Abkommen für dort bereits registrierte Flüchtlinge. Der Vize-Vorsitzende der CSU, Manfred Weber, sagte in einem Interview, die Kanzlerin habe "geliefert". Aus den Gipfelergebnissen lese er "viel CSU-Politik" heraus. Allerdings sei die "Kuh noch nicht vom Eis". Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer hatte gedroht, im Alleingang an den Grenzen Asylbewerber abzuweisen, die schon in einem anderen EU-Land registriert sind.

 

EU will mehr Tempo beim Brexit

Die EU-Staats- und Regierungschefs verlangen in den Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien eine höhere Geschwindigkeit. Gleichzeitig warnen sie vor den Risiken eines Scheiterns der Verhandlungen. Sie seien besorgt, dass Fortschritte bei der Vermeidung einer festen Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland fehlen, heißt es in der Schlusserklärung des EU-Gipfels. Auch die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien müssten schneller geklärt werden. Beide Seiten verhandeln seit einem Jahr über ein Abkommen über einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU. Der Stichtag dafür steht bereits fest - Großbritannien wird die Europäische Union am 29. März 2019 verlassen.

 

NSA-Whistleblower Snowden nennt russische Regierung "korrupt"

Der seit 2013 im russischen Exil lebende amerikanische Whistleblower Edward Snowden hat die politische Führung seines Gastlandes scharf kritisiert. "Die russische Regierung ist in vielerlei Hinsicht korrupt", sagte der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter der "Süddeutschen Zeitung". Den Kurs von Präsident Wladimir Putin könne er nicht gutheißen, so Snowden in dem Interview in einem Moskauer Hotel. Die russische Öffentlichkeit fühle sich "entmachtet" und traue dem Staatsfernsehen nicht, berichtete er. Snowden bedauerte, dass ihm Deutschland kein politisches Asyl gewährt hat.

 

Thyssenkrupp stimmt Fusion mit Tata zu

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp hat den Weg frei gemacht für die Fusion mit dem indischen Unternehmen Tata. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat stimmten der Schaffung eines Unternehmens zu, an dem Thyssenkrupp und Tata zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Ein entsprechender bindender Vertrag werde voraussichtlich "in Kürze" unterzeichnet, hieß es vom Unternehmen. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden, unter anderem in der EU, müssen dem Zusammenschluss allerdings noch zustimmen. Durch die Fusion soll Europas zweitgrößter Stahlkonzern mit rund 48.000 Mitarbeitern entstehen.

 

USA könnten bald über Auto-Zölle entscheiden

Die USA wollen noch im Juli die Prüfung abschließen, ob sie auf die Einfuhr von Autos aus Europa höhere Zölle erheben sollen. Die Untersuchung werde in drei bis vier Wochen beendet sein, so US-Präsident Donald Trump vor Journalisten. Trump hat angedroht, auf europäische Autos einen 20-prozentigen Einfuhrzoll zu erheben, sollte die EU Handelsbarrieren nicht abbauen. Vor rund einem Monat hatte die US-Regierung eine Untersuchung angestoßen, ob die Autoimporte eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellten. In dem Fall könnten die USA Strafmaßnahmen verhängen. Der US-Präsident hat deutsche Autobauer mehrfach ausdrücklich kritisiert.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema