30 Jahre Haft für Mord an Viktoria Marinowa | Aktuell Europa | DW | 23.04.2019
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Bulgarien

30 Jahre Haft für Mord an Viktoria Marinowa

Die Ermordung der 30-jährigen bulgarischen Journalistin vor einem halben Jahr hatte international Entsetzen ausgelöst. Jetzt wurde der Täter, ein junger Landsmann, nach einem Schnellverfahren verurteilt.

Ein halbes Jahr nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin ist der angeklagte Sewerin K. zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in der nordbulgarischen Stadt Russe sprach ihn schuldig, die TV-Moderatorin Viktoria Marinowa vergewaltigt und ermordet zu haben. Der 21-Jährige hatte die Tat vom 6. Oktober 2018 gestanden. Die Nachrichtenagentur BTA meldet, deshalb sei die bei ähnlichen Delikten übliche lebenslange Freiheitsstrafe auf 30 Jahre Haft reduziert worden.

Am Donauufer angegriffen 

Nach Angaben der für den Fall zuständigen Staatsanwälte lagen der Tat sexuelle Motive zugrunde. Es habe keinen Bezug zur beruflichen Tätigkeit des Opfers gegeben. Vor der Vergewaltigung und dem Mord habe der Täter Alkohol getrunken. K. hatte Marinowa am Ufer der Donau in Russe angegriffen, als die Journalistin joggen war. Nach der Tat floh der damals 20-Jährige zu Verwandten nach Deutschland, wo er vier Tage später im niedersächsischen Stade gefasst wurde.

Marinowa arbeitete als Moderatorin für den Lokalsender TVN, der wenige Tage vor ihrer Ermordung ihre Interviews mit zwei investigativen Journalisten ausgestrahlt hatte. Die Reporter berichteten über ihre Recherchen zur mutmaßlichen Veruntreuung von EU-Geldern in Bulgarien durch Geschäftsleute und Politiker.

se/sti (dpa, afp)

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Marinowa-Vergewaltiger verurteilt

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