29.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 29.10.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

29.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:03

Nachrichten von Dienstag, 29.10.2019 – langsam gesprochen als MP3

Hongkonger Aktivist Wong darf bei Kommunalwahl nicht antreten

Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong darf bei der Kommunalwahl im November nicht antreten. Der Anführer der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungsregion sei als Kandidat disqualifiziert worden, weil er für die Selbstbestimmung Hongkongs eintrete, teilten die Behörden mit. Die Regierung von Hongkong erklärte nur, ein Bewerber sei nicht zugelassen worden, weil der Einsatz für das Recht auf Selbstbestimmung gegen das Wahlgesetz verstoße. Wong selbst sprach von politischer Zensur. Er sei als einziger von mehr als 1100 Kandidaten ausgeschlossen worden, beklagte der 22-Jährige.

 

Mindestens 17 Demonstranten im Irak getötet

Bei neuen Protesten gegen die Regierung im Irak sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Allein in der im Zentrum des Landes gelegenen Schiiten-Hochburg Kerbela starben in der Nacht Sicherheitskreisen zufolge 14 Menschen, 865 seien verletzt worden. Im südlichen Nassirija erlagen nach Angaben von Ärzten drei Demonstranten ihren Verletzungen. Damit sind seit Ausbruch der Unruhen Anfang Oktober mindestens 250 Menschen getötet worden. Der Zorn der Demonstranten richtet sich gegen die Regierung in Bagdad und eine Elite, der sie Korruption vorwerfen. Hinzu kommt die schlechte Wirtschaftslage.

 

Johnson scheitert wieder mit Neuwahl

Trotz der Einigung der EU-Mitglieder auf einen weiteren Brexit-Aufschub um bis zu drei Monate hält die innenpolitische Blockade Großbritanniens an. Das Londoner Unterhaus lehnte die von Premierminister Boris Johnson geforderten vorgezogenen Neuwahlen am 12. Dezember ab. Johnson kündigte im Anschluss einen neuen Anlauf für diesen Dienstag an. Zuvor hatte er die von der EU gewährte Fristverlängerung für den Brexit bis zum 31. Januar angenommen. 

 

Demokraten treiben Amtsenthebungsverfahren voran

Die US-Demokraten wollen ihre Ermittlungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump durch ein Votum im Repräsentantenhaus untermauern. Es soll nach Angaben der Anführerin der Oppositionspartei in der Kongresskammer, Nancy Pelosi, am Donnerstag stattfinden. Damit könne das Weiße Haus das Fehlen eines Plenarbeschlusses nicht mehr als "grundlose" Ausrede nutzen, um die Untersuchung zu boykottieren, erklärte Pelosi. Mit dem Votum soll auch der Justizausschuss eine größere Rolle bei der Vorbereitung der eigentlichen Abstimmung zur Amtsenthebung bekommen. 

 

Neue Minister beruhigen Chilenen nicht

In Chile hat es trotz einer umfassenden Regierungsumbildung durch Präsident Sebastián Piñera neue Proteste gegeben. Tausende Menschen demonstrierten in der Hauptstadt Santiago de Chile gegen niedrige Löhne, zu hohe Lebenshaltungskosten und die ungleiche Verteilung des Wohlstands. Hunderte Demonstranten lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Piñera hatte am Montag acht der 24 Minister ausgetauscht. Er entließ auch den umstrittenen Innenminister Andrés Chadwick. 

 

Jüdischer Weltkongress ehrt Merkel mit Theodor-Herzl-Preis

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in München mit dem Theodor-Herzl-Preis des Jüdischen Weltkongresses (WJC) ausgezeichnet worden. WJC-Präsident Ronald S. Lauder würdigte die Kanzlerin als "Wächterin der Demokratie und der Zivilisation". Merkel rief die Gesellschaft zum Schulterschluss gegen jede Form des Antisemitismus auf. Jüdisches Leben sei "Teil der Identität Deutschlands", und Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson, bekräftigte sie. Mit dem Theodor-Herzl-Preis werden jährlich Persönlichkeiten geehrt, die sich für eine sichere und tolerante Welt für das jüdische Volk einsetzen.

 

Der Hund, der den IS-Chef jagte

Der bei dem US-Militäreinsatz gegen IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi verletzte Hund wird von Präsident Donald Trump und der Spitze der US-Streitkräfte mit Lob überschüttet. Der "wunderbare" Hund habe einen "großartigen Job bei Festnahme und Tötung" al-Bagdadis geleistet, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter und veröffentlichte ein Foto des Tieres. Der Hund hatte den Chef der Terrormiliz bei dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag in einen Tunnel verfolgt, wo sich dieser dann in die Luft sprengte. Das Tier ist laut Pentagon inzwischen wieder fast genesen. 

 

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