28.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 28.10.2013
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Nachrichten

28.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Vertreter der US-Regierung haben laut Medienberichten eine Ausspähung von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeräumt. Die Abhöraktion sei erst nach einer von der Regierung in Washington im Sommer in Auftrag gegebenen Untersuchung gestoppt worden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Dabei sei herausgekommen, dass die NSA rund 35 internationale Spitzenpolitiker überwache. Als das Weiße Haus davon erfahren habe, seien einige der Abhöraktionen beendet worden, darunter auch die gegen Merkel, wurde ein hochrangiger Regierungsvertreter zitiert. Nach dem Bericht deutet dies darauf hin, dass US-Präsident Barack Obama bis dahin nichts von den Bespitzelungen wusste. Eine NSA-Sprecherin hatte zuvor Meldungen dementiert, Obama sei persönlich über die Ausspähung der Kanzlerin unterrichtet worden.

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Bei der Präsidentenwahl in der früheren Sowjet-Republik Georgien hat sich der Kandidat der Regierungspartei in der ersten Runde durchgesetzt. Der 44-jährige Georgi Margwelaschwili vom Bündnis "Georgischer Traum" erhielt rund 62 Prozent der Stimmen und damit die notwendige absolute Mehrheit. Das teilten die Wahlbehörden in der Hauptstadt Tiflis mit. Margwelaschwili wurde unterstützt vom reichsten Mann Georgiens, dem Ministerpräsidenten Bidsina Iwanischwili, dessen Lager damit an Macht gewinnt. Der bisherige Präsident Michail Saakaschwili durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Georgien mit seinen 4,5 Millionen Einwohnern kommt als Transitland bei der Energieversorgung vom Kaspischen Meer nach Europa große Bedeutung zu. Zudem liegt das Land an strategisch wichtiger Stelle zwischen Russland, dem Iran, der Türkei und Zentralasien.

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Die Regierung von Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat bei der Parlamentswahl eine Niederlage erlitten. Die Regierungskoalition Frente para la Victoria (Front für den Sieg) bleibt zwar landesweit stärkste Kraft, kam nach herben Verlusten aber nur noch auf 33 Prozent der Stimmen. Vor zwei Jahren hatte die Staatschefin bei ihrer Wiederwahl noch 54 Prozent erhalten. Das Ergebnis versperrt der Präsidentin den Weg zu einer Wiederwahl im Jahr 2015. Um eine Verfassungsreform durchzusetzen, die eine dritte Amtsperiode in Folge zuließe, bräuchte sie eine Zwei-Drittel-Mehrheit auch im Abgeordnetenhaus. Mehr als 30 Millionen Wähler waren aufgerufen, die Hälfte der Parlamentsabgeordneten und ein Drittel der Senatoren neu zu bestimmen.

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Erstmals seit anderthalb Jahren wird Israel wieder an einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf teilnehmen. Das bestätigte ein ranghoher Regierungsvertreter. Israel boykottiert das Gremium, seit der Rat im März 2012 eine unabhängige Untersuchung zu den Auswirkungen des israelischen Siedlungsbaus in den besetzten Gebieten der Palästinenser in Auftrag gab. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen kommt am Dienstag zusammen. Die Zeitung "Haaretz" hatte berichtet, Bundesaußenminister Guido Westerwelle habe in einem Brief an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem ernsten diplomatischen Schaden gewarnt, sollte Israel nicht an der Sitzung teilnehmen.

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Der neue kommissarische Leiter des krisengeschüttelten Bistums Limburg, Generalvikar Wolfgang Rösch, beginnt an diesem Montag offiziell seine Arbeit in der Domstadt. Der 54-jährige Rösch soll in der Abwesenheit des umstrittenen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst die Amtsgeschäfte der Diözese führen. Tebartz-van Elst muss wegen des Ärgers um seine Amtsführung und die Kostenexplosion beim neuen Bischofssitz derzeit eine vom Papst verordnete Auszeit nehmen.

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Der US-Rockmusiker Lou Reed ist tot. Der Sänger von Welthits wie "Walk on the Wild Side" und "Perfect Day" starb im Alter von 71 Jahren. Reed hatte sich im Frühjahr einer Lebertransplantation unterzogen. Er wurde durch die Band "Velvet Underground" in den 1960er und 1970er Jahren bekannt, war aber auch als Solo-Musiker erfolgreich.

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In der 1. Fußball-Bundesliga gab es am Sonntag zwei Begegnungen: Freiburg - Hamburg 0:3; Mönchengladbach - Frankfurt 4:1. Mönchengladbach kletterte durch den Heimsieg auf Rang vier, Freiburg steht auf dem vorletzten Tabellenplatz, Schlusslicht ist Braunschweig. An der Tabellenspitze steht Bayern München, es folgen Dortmund und Leverkusen.

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