28.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 28.04.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

28.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 28.04.2020 – langsam gesprochen als MP3

Corona-Ansteckungsrate in Deutschland steigt wieder

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine leicht gestiegene Ansteckungsrate für Deutschland. Die sogenannte Reproduktionsrate lag am Montag bei 1,0. Demnach steckt jeder Corona-Infizierte statistisch einen weiteren Menschen an. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, und in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Nach RKI-Schätzungen haben rund 114.000 Menschen in Deutschland die Infektion überstanden.

 

Libyscher General will Offensive auf Tripolis fortsetzen

Der libysche General Chalifa Haftar hat angekündigt, seine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis fortzusetzen. Er verfüge über ein Mandat des Volkes, um Libyen zu regieren, sagte Haftar in seinem eigenen Fernsehsender, ohne zu erläutern, worauf sich dieses Mandat stützt. Der General kämpft gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Einheitsregierung des nordafrikanischen Landes. Bei einer internationalen Konferenz im Januar in Berlin waren Schritte zur Deeskalation in Libyen vereinbart worden.

 

Rekordzahl von Flüchtlingen im eigenen Land

So viele Menschen wie noch nie sind Vertriebene in ihren eigenen Ländern. Das geht aus dem Jahresbericht der in Genf ansässigen Beobachtungsstelle für intern Vertriebene hervor. Danach lebten 2019 fast 46 Millionen Menschen fernab ihrer Heimat. Drei Viertel der Betroffenen stammen nach Angaben der Organisation aus zehn Ländern; die meisten aus Syrien, Kolumbien, Kongo, Jemen und Afghanistan. Die Beobachtungsstelle geht davon aus, dass etwa 18 Millionen Kinder unter den Vertriebenen sind. Im Jahr davor wurde die Zahl aller Binnenflüchtlinge auf gut 41 Millionen beziffert.

 

Brasiliens Oberstes Gericht erlaubt Untersuchung gegen Bolsonaro

Das Oberste Gericht Brasiliens hat wegen des Verdachts politischer Einflussnahme auf die Bundespolizei die Eröffnung eines Verfahrens gegen Präsident Jair Bolsonaro genehmigt. Damit wurde einem Antrag des Generalstaatsanwalts vom vergangenen Freitag stattgegeben, wie aus einer Erklärung des Obersten Gerichts hervorgeht. Zuvor hatte der ehemalige brasilianische Justizminister Sergio Moro Bolsonaro schwere Vorwürfe gemacht und war am Freitag von seinem Posten zurückgetreten. Moro gilt als einer der bekanntesten Korruptionsermittler des Landes.

 

Pariser Polizisten sollen wegen Rassismus suspendiert werden

Weil sie einen Verdächtigen rassistisch beschimpft haben, sollen zwei Polizisten in Paris vom Dienst suspendiert werden. Die beiden Männer wurden dabei gefilmt, wie sie einen mutmaßlichen Dieb unter anderem als "bicot" bezeichneten, das ist ein französisches Schimpfwort für einen Araber. Innenminister Christophe Castaner erklärte daraufhin, Rassismus habe keinen Platz in der französischen Polizei. Der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement leitete die Suspendierung der geständigen Beamten ein.

 

EU-Innenminister beraten über Grenzkontrollen

Die EU-Innenminister beraten heute über die Auswirkungen der Corona-Krise. In der Video-Konferenz soll es unter anderem um die Situation an den europäischen Binnen- sowie den Außengrenzen gehen. Seit Beginn der Krise haben viele Länder wieder Kontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt. Die Einreise von Ländern außerhalb der EU ist stark eingeschränkt. Auch über künftige Lockerungen der Kontrollen soll beraten werden. Zudem wollen die EU-Staaten über einen Leitfaden der EU-Kommission zum Asylrecht in der Corona-Krise diskutieren. Weiteres Thema ist der Gebrauch von Corona-Apps, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

Boeing rechnet mit einer langen Leidenszeit

Der US-Luftfahrtriese Boeing rechnet nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht mit einem schnellen Aufschwung. Die Krise werde die Branche um Jahre zurückwerfen, sagte Vorstandschef Dave Calhoun bei der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns. Wegen der Pandemie konnte die Veranstaltung nur im Internet stattfinden. Calhoun sagte, es sei schwer einzuschätzen, wann sich die Situation stabilisieren werde. Der Luft- und Raumfahrtkonzern ist bereits wegen des Krisenjets 737 Max schwer angeschlagen und kämpft ums Überleben.

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