27.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 27.06.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

27.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:27

Nachrichten von Donnerstag, 27.06.2019 – langsam gesprochen als MP3

Weitere Festnahmen im Mordfall Lübcke

Im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben Ermittler Waffen sichergestellt, die dem Tatverdächtigen Stephan E. gehören sollen. Außerdem sind der mutmaßliche Waffenlieferant und ein Vermittler in der Nacht festgenommen worden. Das berichtet ein Rechercheverbund aus "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Ermittler fanden die Waffen in einem Erddepot auf dem Gelände seines Arbeitgebers. Insgesamt handelt es sich um fünf Waffen. Stephan E. hatte zuvor den Mord an Lübcke gestanden und Details genannt, wie er sich die Waffen beschafft habe, und die Verstecke offenbart.

 

Venezuela wirft den USA und Kolumbien Beteiligung an Putschversuch vor

Die venezolanische Regierung hat nach eigenen Angaben einen Putschversuch vereitelt. Mehrere Offiziere hätten mit Unterstützung der USA, Kolumbiens und Chiles ein Attentat auf Präsident Nicolás Maduro geplant, sagte Kommunikationsminister Jorge Rodríguez. Der Plan der mutmaßlichen Putschisten sollte demnach am vergangenen Sonntag oder Montag umgesetzt werden. Sechs Verdächtige seien festgenommen worden. Oppositionsführer Juan Guaido widersprach der Darstellung Maduros. Er wurde selbst nicht bezichtigt, an dem Coup teilgenommen zu haben. 

 

Regierungstreue Truppen nehmen wichtige Stadt in Libyen ein

Regierungstreue Einheiten haben im Westen Libyens nach eigenen Angaben die Kämpfer des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar aus Gharjan vertrieben. Ein Armeesprecher sagte, Dutzende Kämpfer der sogenannten Libyschen Nationalen Armee seien getötet und 18 weitere inhaftiert worden. Ein Sprecher der Haftar-Truppen bestätigte die Kämpfe in der 100 Kilometer südwestlich von Tripolis gelegenen Stadt. Gharjan befinde sich aber weiter unter Kontrolle der Haftar-Truppen. Die Einheitsregierung hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens.

 

Tschechische Regierung übersteht Misstrauensantrag

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat ein Misstrauensvotum im Parlament abgewehrt. Der Antrag von fünf Oppositionsparteien fand am frühen Donnerstagmorgen nicht die erforderliche absolute Mehrheit aller 200 Abgeordneten. Anlass waren Korruptionsvorwürfe gegen den Multimilliardär, dessen Firmen unrechtmäßig von EU-Subventionen profitiert haben sollen. Bei der größten Demonstration in Prag seit dem Systemwechsel 1989 hatten am Sonntag mehr als 280.000 Menschen unabhängige Ermittlungen der Justiz und den Rücktritt des Regierungschefs gefordert.

 

Kanada setzt erstmals rechtsextreme Gruppen auf Terrorliste

Kanada hat erstmals die rechtsextremen Organisationen "Blood & Honour" und ihren bewaffneten Arm "Combat 18" auf seine Terrorliste gesetzt. Das teilten die kanadischen Sicherheitsbehörden mit. Sie verwiesen unter anderem auf von Mitgliedern von Blood & Honour verübte Angriffe in Nordamerika und Europa. Auf der kanadischen Liste von Terrororganisationen werden rund 60 Gruppen aus aller Welt aufgeführt. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat angekündigt, "Combat 18" in Deutschland verbieten zu wollen. "Blood & Honour" ist in Deutschland bereits seit dem Jahr 2000 verboten.

 

Europarat wählt neue Generalsekretärin

Der Europarat hat mit der Kroatin Marija Pejcinovic Buric eine neue Generalsekretärin. Mit 159 zu 105 Stimmen setzte sich die kroatische Außenministerin bei der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats gegen ihren belgischen Kollegen Didier Reynders durch. Die 56-Jährige folgt damit am 18. September dem Norweger Thorbjørn Jagland im Amt nach. Es ist das erste Mal, dass der Europarat von einer politischen Persönlichkeit aus Osteuropa geleitet wird. Als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit nannte Pejcinovic Buric Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Frauen.

 

US-Behörde findet mögliches weiteres Risiko bei Boeing 737 MAX

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat ein neues Problem bei der Boeing 737 MAX ausgemacht. Die FAA teilte mit, kürzlich ein "potenzielles Risiko" entdeckt zu haben. Boeing wurde aufgefordert, sich des Problems anzunehmen. Aus informierten Kreisen hieß es, Piloten der FAA hätten bei Tests mit einem Flugsimulator Schwierigkeiten gehabt, die Kontrolle zurückzuerlangen, nachdem ein Stabilisierungssystem aktiviert worden war. Ein ähnliches Problem wird auch als Ursache für zwei Abstürze des Modells mit insgesamt 346 Toten vermutet. Seitdem gilt für die Boeing 737 MAX ein weltweites Flugverbot.

 

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