26.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 26.12.2017
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Langsam gesprochene Nachrichten

26.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 26. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

Gabriel sieht Brexit-Vertrag als Modell für EU-Türkei-Beziehungen:

Außenminister Sigmar Gabriel sieht Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit der Europäischen Union (EU) mit der Türkei und der Ukraine. Als Vorbild könnte nach Ansicht Gabriels die Neugestaltung der EU-Beziehungen zu Großbritannien dienen. Eine Mitgliedschaft der beiden Staaten in der EU könne er sich für die nächsten Jahre nicht vorstellen, sagte der Bundesaußenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Daher müssen wir über alternative Formen einer engeren Zusammenarbeit nachdenken", sagte der Minister. "Es ist ein gutes Zeichen, dass mehrere inhaftierte Deutsche freigekommen sind", sagte Gabriel. Allerdings bleibe die große Sorge um den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel. "Die Türken wissen, wie wichtig sein Schicksal für uns ist."

 

Anhörung bei "Cumhuriyet"-Prozess endet mit Eklat:

Vier Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" müssen mindestens bis März in Untersuchungshaft bleiben. Bis dahin hat ein Gericht in Istanbul den Prozess vertagt. Bei der Anhörung am Montag war es zu einem Eklat gekommen. Der Richter ließ einen der Angeklagten aus dem Saal bringen, nachdem dieser bei seiner Verteidigung die türkische Regierung als "diktatorisches Regime" kritisiert und von einem politisch motivierten Verfahren gesprochen hatte. Der mitangeklagte Chefredakteur des Traditionsblattes, Murat Sabuncu, weigerte sich daraufhin aus Protest, mit dem Gericht zu sprechen. Insgesamt 17 Journalisten und Mitarbeitern der Zeitung wird vorgeworfen, Terrororganisationen zu unterstützen. Die meisten von ihnen wurden bei den ersten Anhörungen für die Dauer des Prozesses freigelassen.

 

Nawalny ruft zum Boykott der russischen Präsidentenwahl auf:

Als Reaktion auf seinen offiziellen Ausschluss von der russischen Präsidentenwahl hat der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Man erkläre einen Streik der Wähler, sagte der 41-Jährige vor Journalisten in Moskau. Er und seine Unterstützer würden das Ergebnis dieser Wahlen nicht anerkennen. Dass die Behörden Nawalny nicht als Bewerber für die Wahl am 18. März zulassen würden, war schon vor Bekanntgabe der offiziellen Entscheidung absehbar. Bereits im Oktober hatte die Wahlkommission entschieden, dass der Jurist und Blogger bis 2028 für kein Amt kandidieren darf. Die Kommission begründet dies mit einer Verurteilung Nawalnys wegen Unterschlagung. Der Oppositionspolitiker bestreitet die Vorwürfe und spricht von einem politischen Urteil. Nawalny ist einer der schärfsten Kritiker von Präsident Wladimir Putin, der im März für eine vierte Amtszeit wiedergewählt werden dürfte.

 

Vietnamesen fliehen vor Taifun "Tembin":

Der Taifun "Tembin" steuert auf Vietnam zu. Im Mekong-Delta werden hunderttausende Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Zehntausenden Fischern ist es untersagt, noch auf das Meer zu fahren. Meteorologen befürchten in der Region schwere Schäden durch den Wirbelsturm. Auf den Philippinen waren in Folge des Tropensturms mehr als 240 Menschen ums Leben gekommen. "Tembin" war am Freitag über die südliche Inselgruppe Mindanao hinweg gefegt und verursachte dort Schlammlawinen und Überschwemmungen. Zehntausende Menschen verbrachten den ersten Weihnachtstag in Notunterkünften.

 

Ehemalige Kosovo-Rebellen sollen vor internationales Gericht:

Rund 60 frühere albanische Kosovo-Rebellen sollen laut einem Medienbericht vor einem neuen internationalen Gericht in Den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden. Unter ihnen seien Staatspräsident Hashim Thaci sowie Parlamentspräsident Kadri Veseli, berichtet das Nachrichtenportal "Insajderi". Ihnen wie anderen heutigen Spitzenpolitikern im Kosovo werde vorgeworfen, im Bürgerkrieg Kriegsverbrechen gegen Serben begangen zu haben. Das Portal beruft sich auf das neu eingerichtete Kosovo-Spezialgericht in Den Haag. Das Gericht ist zwar Teil des Kosovo-Justizsystems, wird aber von internationalen Richtern und Anklägern gebildet, die ihren Sitz in den Niederlanden haben. Damit soll die Unabhängigkeit sowie die Sicherheit von Zeugen gewährleistet werden. 2008 wurde das Kosovo unabhängig. Serbien will sich damit aber nicht abfinden und fordert seine frühere Provinz zurück.

 

Russlands Fußballverbandspräsident pausiert wegen Doping-Skandal:

Der umstrittene russische Vize-Regierungschef Witali Mutko hat ein halbes Jahr vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Russland sein Amt als Präsident des nationalen Fußball-Verbandes RFU für sechs Monate niedergelegt. Mutko gilt als Schlüsselfigur im Skandal um das russische Staatsdoping. Offiziell begründete der 59-Jährige seine Entscheidung damit, dass er Einspruch gegen die lebenslange Sperre durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingelegt habe und die Vorbereitungen für die Fußball-WM 2018 nicht durch den Streit belasten wolle. Mutko ist auch Cheforganisator des WM-Turniers. Presseberichten zufolge hatte der Weltfußballverband FIFA Druck ausgeübt. Das IOC hatte den früheren Sportminister lebenslang gesperrt, weil es in ihm einen der Hauptverantwortlichen für das systematische Doping russischer Spitzensportler sieht.

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