26.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 26.09.2013
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Nachrichten

26.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bewegung im Atomkonflikt mit dem Iran: Die Islamische Republik will die Verhandlungen über ihr umstrittenes Atomprogramm so schnell wie möglich abschließen. Ein Zeitraum zwischen drei und sechs Monaten sei akzeptabel, sagte Präsident Hassan Rohani in einem Interview der "Washington Post". Noch an diesem Donnerstag wollen sich die Außenminister der fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder und Deutschlands mit ihrem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif in New York treffen. Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ist dabei. Allerdings werden von dem ersten Treffen noch keine konkreten Ergebnisse erwartet. Der Westen wirft dem Iran vor, heimlich nach Atomwaffen zu streben.

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Im Ringen um eine Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates werden Fortschritte vermeldet. Westliche Diplomaten sprechen von "vorsichtigem Optimismus". Die fünf ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat hätten sich im Kern auf die Vernichtung der Chemiewaffen in Syrien verständigt. Der Resolutionsentwurf lehne sich eng an den zwischen Russland und den USA in Genf vereinbarten Abrüstungsplan für Syrien an. Möglicherweise könne über das Dokument bereits an diesem Freitag abgestimmt werden. Russische Diplomaten äußerten sich allerdings sehr viel zurückhaltender.

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Nach dem blutigen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi erhalten die kenianischen Behörden bei der Spurensicherung massive Hilfe aus dem Ausland – auch vom Bundeskriminalamt (BKA). Sechs BKA-Experten würden in Kenia unter anderem bei der Identifizierung von Leichen behilflich sein, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Bei der mehr als dreitägigen Geiselnahme nach dem Anschlag waren mindestens 72 Menschen getötet worden.

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Der weltgrößte Waffenexporteur ist dem Vertrag über eine Regulierung des internationalen Waffenhandels beigetreten: US-Außenminister John Kerry setzte im UN-Hauptquartier seine Unterschrift unter den Arms Trade Treaty (ATT). Der Kongress in Washington muss den Vertrag noch ratifizieren. Die Waffenlobby NRA kündigte bereits Widerstand an: Sie werde im Senat daran arbeiten, den Vertrag zu verhindern. Das in den vergangenen sieben Jahren ausgehandelte und im April beschlossene Abkommen regelt zum ersten Mal den internationalen Handel mit Waffen - von der Pistole bis zum Kampfpanzer.

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In mehreren Städten Griechenlands haben wieder tausende Menschen gegen Rechtsextremismus und rassistische Gewalt demonstriert. Allein vor dem Athener Parlament versammelten sich rund 10.000 Menschen. Auch auf Kreta, in der Hafenstadt Thessaloniki und in zahlreichen anderen Städten zogen Tausende durch die Straßen. Zu den Demonstrationen hatten Gewerkschaften und linke Parteien aufgerufen. Auslöser war der Mord an einem Rapper aus der linken Szene durch ein Mitglied der rechtsextremen Partei "Goldene Morgenröte" vor einer Woche.

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Der Präsident des Europäischen Rates hat bei den Vereinten Nationen für Vertrauen in den Euro geworben. Die existenzielle Bedrohung des Euros sei vorbei, sagte Herman Van Rompuy vor der UN-Vollversammlung in New York. Die Eurozone sei heute in einem besseren Zustand als vor zwölf Monaten. Priorität sei jetzt, Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Van Rompuy sagte, Europa habe harte Jahre hinter sich, sei jetzt aber dabei, seine Hausaufgaben zu machen. Das sei eine Aufgabe für nahezu alle Länder.

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Die US-Großbank JPMorgan Chase benötigt mehr Geld als gedacht, um sich aus den Ermittlungen der US-Justiz freikaufen zu können. Die größte amerikanische Bank verhandele momentan mit US-Behörden über einen elf Milliarden Dollar schweren Vergleich, berichten US-Medien. Die Summen, die bisher kursierten, waren erheblich niedriger. JPMorgan soll Investoren beim Verkauf von Hypotheken über den Tisch gezogen haben. Der Handel mit Hypothekenpapieren gilt als ein Auslöser der globalen Finanzkrise. Mehrere Bundesbehörden und die Generalstaatsanwälte einzelner Bundesstaaten ermitteln oder haben bereits Klage eingereicht.

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