26.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 26.05.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

26.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:09

Nachrichten von Dienstag, 26.05.2020 – langsam gesprochen als MP3

EU-Parlamentarier geißeln Chinas Pläne für Sicherheitsgesetz

Die Pläne Chinas für ein Sicherheitsgesetz in Hongkong stoßen bei führenden Parlamentariern der Europäischen Union auf scharfe Kritik. "Der völkerrechtlich vereinbarte Grundsatz 'Ein Land, zwei Systeme' und damit der Status Hongkongs als autonome Stadt wird durch das geplante Sicherheitsgesetz erheblich gefährdet", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, David McAllister. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam sagte, Rechte der Bevölkerung würden nicht eingeschränkt. In Hongkong demonstrierten wieder tausende Aktivisten gegen den Einfluss Chinas in der Sonderverwaltungsregion.

 

US-Regierung zieht Verbot für Einreisen aus Brasilien vor

Die US-Regierung zieht die wegen der Corona-Pandemie getroffenen Einreisebeschränkungen für aus Brasilien kommende Menschen um zwei Tage vor. Die neue Regelung gelte nun ab Mittwoch, teilte das Weiße Haus mit. Demnach dürfen Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in Brasilien aufgehalten haben, nicht mehr in die USA kommen. Ausnahmen gelten für US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten. Die Regelung ist zeitlich nicht begrenzt. Brasilien zählt nach den USA weltweit die meisten Coronavirus-Fälle.

 

WHO stoppt Tests des Medikaments Hydroxychloroquin zur Behandlung von Corona

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klinische Tests des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin zur Behandlung von COVID-19 wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Die Tests in mehreren Ländern seien "vorübergehend" eingestellt worden, während die Sicherheit des Medikaments überprüft werde, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Entscheidung sei nach der Veröffentlichung einer Studie gefallen, wonach eine Behandlung mit Hydroxychloroquin möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht. Auch von einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen ist die Rede.

 

Zwei deutsche Impfstoffe kurz vor klinischer Studie

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, geht davon aus, dass bald zwei weitere deutsche Impfstoffe klinisch getestet werden können. Vielversprechend seien ein Präparat der Firma CureVac aus Tübingen und ein Impfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung. Bislang hat nur die Firma BioNTech aus Mainz eine Genehmigung erhalten. Zudem forderte Cichutek die Politik auf, über faire Verteilungsmechanismen auf der Welt zu sprechen. Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständig. 

 

Bericht über baldige Aufhebung der Reisewarnung

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 anderen Staaten der Europäischen Union gehören dazu Großbritannien und die vier Länder des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier hervor, das im Kabinett beschlossen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Reisewarnung soll durch individuelle Hinweise für die einzelnen Länder ersetzt werden.

 

Premier Johnson kündigt Lockerungen für England in der Coronakrise an

In England dürfen zahlreiche Geschäfte im Juni wieder öffnen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson in London an. So dürfen dann unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien ihre Dienste wieder anbieten. Friseursalons hingegen bleiben angesichts des Risikos der Ansteckung mit dem Coronavirus noch geschlossen. Ab Juni soll aber der Schulbetrieb für einzelne Jahrgangsstufen wieder aufgenommen werden. Unterdessen hat der Top-Regierungsberater Dominic Cummings, der mitten in der Corona-Krise von London ins 430 Kilometer entfernte Durham gefahren war, einen Rücktritt abgelehnt. 

 

Wieder hohe Zahl an Morden an Frauen

Im April sind in Mexiko mehr Frauen ermordet worden als in jedem anderen Monat in den vergangenen fünf Jahren. Das Amt für öffentliche Sicherheit des Landes zählte in einer nun veröffentlichten Statistik 337 Frauen, die im vergangenen Monat mutmaßlich Opfer solcher Tötungsdelikte wurden. Eine höhere Zahl gab es bisher in keinem Monat seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2015. Ein Anstieg der registrierten Fälle von Gewalt gegen Frauen sowie mehrere besonders brutale Tötungsdelikte hatten bereits vor einigen Monaten in Mexiko einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

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