26.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 26.03.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

26.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Donnerstag, 26.03.2020 – langsam gesprochen als MP3

US-Senat verabschiedet Billionen-Konjunkturpaket

Der US-Senat hat einstimmig wegen der Coronavirus-Pandemie ein massives Konjunkturpaket beschlossen, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen. Noch in dieser Woche soll das Repräsentantenhaus zustimmen. Mit dem Paket wird die Arbeitslosenversicherung deutlich ausgeweitet. Zudem bekommen der Gesundheitssektor und besonders vom Coronavirus betroffene Staaten zusätzliche Milliardenbeträge. Kleinere und mittlere Unternehmen können Kredite beantragen. Zudem soll es umgehend direkte Auszahlungen an Steuerzahler geben, um die Konjunktur wieder anzukurbeln.

 

Britisches Unterhaus verabschiedet Notstandsgesetz

Das britische Parlament hat ein Notstandsgesetz für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie gebilligt. Es gibt der Regierung und den Behörden unter anderem Vollmachten, um Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und anderen Gebäuden notfalls mit Zwang durchzusetzen. Auch der Zugriff auf private Daten der Bürger wird erleichtert. Die Behörden erhalten außerdem das Recht, Infizierte zwangsweise in Quarantäne zu schicken. Anschließend ging das Unterhaus in eine vorgezogene Osterpause. Es müsse "mit gutem Beispiel vorangehen", sagte Wohnungsbauminister Robert Jenrick.

 

Russland cancelt fast alle Flüge ins Ausland

Russland setzt von Freitag an fast alle Flugverbindungen ins Ausland wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Davon ausgenommen seien Flüge, mit denen im Ausland festsitzende Russen in ihre Heimat zurückgeholt werden sollen, meldet die Staatsagentur Tass. Nicht betroffen von der Regelung der Moskauer Regierung seien Inlandsverbindungen. Der Flugverkehr etwa nach Deutschland war zuletzt bereits deutlich reduziert worden. So steuerte die Gesellschaft Aeroflot lediglich noch Berlin an.

 

Corona-Pandemie in Italien: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien hat sich den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben. Insgesamt wurden innerhalb von 24 Stunden 683 neue Todesfälle registriert. Damit starben in Italien bereits 7503 Menschen an COVID-19. Das sind so viele wie in keinem anderen Land. Knapp 74.400 Menschen haben sich infiziert.

 

Angeklagter Christchurch-Schütze plädiert auf schuldig

Im Prozess um das Massaker in Christchurch in Neuseeland hat sich der angeklagte Australier überraschend für schuldig erklärt. Sein Geständis umfasse alle 51 Anklagepunkte wegen Mordes, teilte die Polizei mit. Die Opfer wurden Anfang 2019 in zwei Moscheen in Christchurch erschossen. Der Angeklagte filmte die Attentate und stellte die Videos ins Internet. Der 29-Jährige hatte zuvor eine Kampfschrift mit rassistischen Parolen ins Netz gestellt. Vorgeworfen wird ihm auch Terrorismus. Derzeit sitzt der Mann in einem Gefängnis in Auckland, mehr als 1000 Kilometer nördlich von Christchurch.

 

Regierung im Kosovo durch Misstrauensvotum gestürzt

Nach nur sechs Wochen im Amt hat ein Streit über die richtige Strategie im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie die Regierung des Kosovo zu Fall gebracht. Für einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti stimmten 82 von 120 Abgeordneten. 32 lehnten ihn ab, einer enthielt sich. Kurtis links-nationale Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung) regiert mit der konservativen Demokratischen Liga des Kosovos (LDK). Kurti hatte den LDK-Inenminister Agim Veliu entlassen. Dieser hatte wegen der Corona-Krise die Ausrufung des Ausnahmezustands verlangt, Kurti war dagegen.

 

Assange scheitert mit Antrag auf Freilassung auf Kaution

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist mit dem Versuch gescheitert, wegen der Coronavirus-Epidemie auf Kaution freigelassen zu werden. In London wies Richterin Vanessa Baraitser einen entsprechenden Antrag von Assanges Anwälten zurück. Nach aktuellem Stand liefere die weltweite Pandemie keinen Grund für seine Entlassung in den Hausarrest in Verbindung mit einer Fußfessel. Zudem habe Assange schon einmal Kautionsauflagen verletzt, als er im Jahr 2012 in die ecuadorianische Botschaft geflohen sei, so die Richterin. Außerdem sei er nicht der einzige Gefängnisinsasse mit einer schwachen Gesundheit.

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