25.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 25.11.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

25.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:40

Nachrichten von Montag, 25.11.2019 – langsam gesprochen als MP3

Demokraten bejubeln Erdrutschsieg in Hongkong

Das pro-demokratische Lager hat bei den Bezirksratswahlen in Hongkong erstmals eine deutliche Mehrheit bekommen. Nach Zwischenergebnissen sicherten sich pro-demokratische Kandidaten mehr als 380 der 452 Sitze. "Dies ist die Macht der Demokratie. Das ist ein demokratischer Tsunami", sagte Tommy Cheung, ein ehemaliger Studentenanführer, der ebenfalls einen Sitz errang. Bei der Wahl im Jahr 2015 hatte das regierungstreue und fest zu Peking haltende Lager noch drei Viertel der Mandate geholt und seither alle 18 Bezirksräte kontrolliert. Der Bezirksrat in der chinesischen Sonderverwaltungszone ist unter anderem für die Gesundheitsversorgung zuständig, hat aber keine politische Macht.

 

Geheimdokumente enthüllen Internierung und Verfolgung von Uiguren

Laut geheimer Dokumente der Kommunistischen Partei Chinas wird die Minderheit der Uiguiren systematisch verfolgt. Bislang hatte die Führung in Peking das Gegenteil behauptet. Die Papiere wurden von einem Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten - kurz ICIJ - unter der Bezeichnung "China Cables" veröffentlicht. Sie sollen belegen, dass die von Peking als "Weiterbildungseinrichtungen" in der Region Xinjiang bezeichneten Lager in Wirklichkeit abgeschottete, streng bewachte Umerziehungslager sind. Eine offizielle Reaktion aus Peking auf die Offenlegung gab es zunächst nicht.

 

Papst fordert Solidarität mit Fukushima-Opfern

Papst Franziskus hat mehr Hilfe für die Opfer der 2011 von einem Erdbeben und Tsunami ausgelösten Atomkatastrophe von Fukushima angemahnt. Bewohner der betroffenen Region im Nordosten Japans fühlten sich vergessen, obwohl sie weiter mit verseuchten Böden und Wäldern sowie den langfristigen Auswirkungen der Strahlung leben müssten, sagte Franziskus bei einem Treffen mit Überlebenden der Katastrophe in Tokio. Franziskus erwähnte, dass sich japanische Bischöfe im Vorfeld besorgt über die fortdauernde Nutzung der Kernenergie im Land geäußert und eine Abschaffung der Atomkraftwerke gefordert hätten.

 

Iohannis im Präsidentenamt bestätigt

Der deutschstämmige Klaus Iohannis bleibt Staatspräsident in Rumänien. Auf Iohannis entfielen fast 63 Prozent der Stimmen der Stichwahl, wie die Wahlkommission in Bukarest mitteilte. Er lag damit deutlich vor seiner Gegenkandidatin Viorica Dancila von der sozialdemokratischen Partei PSD, die auf gut 37 Prozent kam. Zusammen mit der neuen bürgerlichen Minderheitsregierung des PNL-Vorsitzenden Ludovic Orban will Iohannis nun die Unabhängigkeit der Justiz weiter vorantreiben. Zudem will der Siebenbürger Sachse mehr Investoren anziehen und EU-Gelder besser abrufen.

 

Julian Assange schwer erkrankt

Mehr als 60 Ärzte haben sich in einem offenen Brief an die britischen Behörden gewandt. Sie befürchten, dass der 48-jährige Wikileaks-Gründer Julian Assange im britischen Gefängnis sterben könnte und fordern, ihn in einer Universitätsklinik behandeln zu lassen. Assange habe psychische Probleme einschließlich einer Depression, eine schwere Schultererkrankung und Zahnprobleme. Schon Anfang November hatte der UN-Menschenrechtler Nils Melzer Assanges Gesundheitszustand als lebensbedrohlich bezeichnet. Im Februar sollen die Anhörungen über eine Auslieferung von Assange an die USA beginnen.

 

Waldschäden nehmen erheblich zu

Der Zustand der deutschen Wälder hat sich drastisch verschlechtert. In vielen Bundesländern sei die Menge an Schadholz rapide gestiegen, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundeslandwirtschaftsministerium. So seien in Brandenburg im vorigen Jahr 400.000 Kubikmeter Schadholz angefallen und in diesem Jahr fast sieben Millionen. Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen Anstieg von 4,5 auf 14,5 Millionen Kubikmeter Schadholz, Bayern von 4,6 auf 9,8 Millionen Kubikmeter. Die Forstwirtschaft werde in den nächsten Jahren gut vier Milliarden Euro weniger einnehmen, hieß es.

 

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