24.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 24.11.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

24.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:19

Nachrichten von Dienstag, 24.11.2020 – langsam gesprochen als MP3

Trump leitet Prozess zur Amtsübergabe ein

Nach mehr als zweiwöchiger Blockade hat US-Präsident Donald Trump den Weg zur Übergabe der Amtsgeschäfte an Wahlsieger Joe Biden freigemacht. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Trump, die Leiterin der zuständigen US-Bundesverwaltungsbehörde GSA, Emily Murphy, solle "tun, was getan werden muss", um Bidens Übergangsteam zu unterstützen. Damit erhält der designierte Präsident Millionengelder, Büroräume und Briefings von den Behörden für den geplanten Machtwechsel am 20. Januar. Eine Wahlniederlage räumte Trump weiterhin nicht ein, sondern kündigte vielmehr an, weiter kämpfen zu wollen.

 

Biden besetzt erste Regierungs-Posten

Das künftige US-Kabinett nimmt konkretere Formen an. Der designierte Präsident Joe Biden benannte am Montag erste Kandidaten für Schlüsselposten in seiner Regierung. So soll der frühere US-Außenminister John Kerry neuer Sonderbeauftragter für den Klimaschutz werden. Das Außenministerium soll Bidens langjähriger außenpolitischer Berater Antony Blinken übernehmen. Mehrere US-Medien berichten zudem, dass die ehemalige Notenbankchefin Janet Yellen als erste Frau die Führung des US-Finanzministeriums übernehmen soll. Offiziell bestätigt ist das allerdings noch nicht.

 

Maas ruft zu Hilfe für Afghanistan auf

Anlässlich der Geberkonferenz in Genf hat Bundesaußenminister Heiko Maas die internationale Gemeinschaft zu weiterer finanzieller Hilfe für das Krisenland aufgerufen. Die aktuelle Corona-Pandemie erschwere die Lebensbedingungen vieler Menschen in Afghanistan weiter, sagte Maas den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Am Montag hatte in Genf eine zweitägige virtuelle Geberkonferenz für Afghanistan begonnen. Zuletzt waren 2016 bei einer Geberkonferenz in Brüssel für vier Jahre gut 15 Milliarden Dollar zusammengekommen.

 

Länder wollen Teil-Lockdown verlängern

Die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer haben sich auf eine Verlängerung der seit Anfang November geltenden Corona-Einschränkungen verständigt. Die Maßnahmen sollten zumindest bis zum 20. Dezember fortgeführt werden, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Von Weihnachten bis Neujahr könnten die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Eine endgültige Entscheidung soll bei Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ländern am Mittwoch fallen.

 

Antisemitismusbeauftragter kritisiert "Querdenken"-Bewegung

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Anhängern der sogenannten Querdenken-Bewegung eine Verharmlosung des Holocaust vorgeworfen. Vergleiche der Anti-Corona-Maßnahmen mit der Politik der Nationalsozialisten verhöhnten die tatsächlichen Opfer und relativierten die Schoah, sagte Klein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bei Kundgebungen der "Querdenker" hatten sich zuletzt Gegnerinnen der Corona-Auflagen mit Sophie Scholl und Anne Frank verglichen. Sophie Scholl wurde wegen ihres Widerstands gegen die Nazis hingerichtet. Anne Frank starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

 

Konjunkturerholung in Deutschland stärker als erwartet

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal dieses Jahres stärker gewachsen, als zunächst angenommen. Nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde noch von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. Im Frühjahr war die Konjunktur um fast zehn Prozent eingebrochen. Wegen der Pandemie waren unter anderem Geschäfte geschlossen und Lieferketten unterbrochen.

 

China startet Raumschiff zum Mond

Erstmals seit Jahrzehnten ist wieder ein Raumschiff auf dem Weg zum Mond - mit dem Ziel, Gesteinsproben zur Erde zu bringen. Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 5" hob am frühen Dienstagmorgen Ortszeit vom Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Das unbemannte Raumschiff soll den Mond am Sonntag erreichen. Es soll im oberen, linken Teil der erdzugewandten Seite des Mondes landen. Bei einer erfolgreichen Rückkehr wäre China nach den USA und der Sowjetunion erst die dritte Raumfahrtnation, der ein solches Vorhaben gelingt.

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