24.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 24.09.2013
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Nachrichten

24.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Kurs Deutschlands in der Euro-Schuldenpolitik wird nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble unabhängig von der Zusammensetzung der neuen Regierung in Berlin fortgeführt. Sowohl mit der SPD als auch den Grünen als möglichem Koalitionspartner der Union werde Bundeskanzlerin Angela Merkel unbeirrbar an ihrer Linie festhalten können, sagte der CDU-Politiker der "Leipziger Volkszeitung". Dies müsse im Interesse Deutschlands so bleiben. Ablehnend zeigte sich Schäuble zu Wünschen aus Krisenstaaten Südeuropas, mehr Mittel für Wachstum und Jobs einzusetzen. Der beste Weg seien eine vernünftige Finanzpolitik und Strukturreformen. Höhere Defizite seien hingegen keine Lösung, sondern "verschärften das Problem".

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In Deutschland haben sich mehrere führende CDU-Politiker für ein Regierungsbündnis mit den Grünen stark gemacht, CSU-Chef Horst Seehofer lehnte Koalitionsverhandlungen mit der Öko-Partei aber rundweg ab. Er werde solche Gespräche "jedenfalls nicht führen", sagte Seehofer dem Magazin "Der Spiegel". Neben grundsätzlicher Kritik an grünen Positionen äußerte der bayerische Ministerpräsident auch die Befürchtung, eine solche Annäherung könne Parteien der extremen Rechten stärken. Als Reaktion auf das schwache Abschneiden bei der Bundestagswahl kündigte Grünen-Chefin Claudia Roth nach mehr als zehn Jahren ihren Abschied von der Parteispitze an. Eine schwarz-grüne Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel hielt Roth - wie viele andere Grünen-Vertreter - für unwahrscheinlich.

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In dem von islamistischen Extremisten überfallenen Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi kommt es anscheinend doch wieder zu Gefechten. Wenige Stunden nachdem die Regierung das Geiseldrama für beendet erklärt hatte, brach in dem Gebäudekomplex eine heftige Schießerei aus. Auch eine Explosion wurde beobachtet. In der Nacht hatte das Innenministerium noch mitgeteilt, das Areal sei unter der vollen Kontrolle der Sicherheitskräfte. Man gehe davon aus, dass alle Geiseln befreit seien. Das kenianische Militär teilte mit, die Soldaten hätten die letzten sechs Terroristen getötet. Bombenräumkommandos seien im Einsatz, um Sprengsätze unschädlich zu machen. Das könne mehrere Stunden dauern. Mitglieder der somalischen Al-Schabaab-Miliz hatten am Samstag das Einkaufszentrum gestürmt und seitdem mindestens 62 Geiseln getötet. Etwa 175 Menschen wurden verletzt. Rund 60 Menschen galten zuletzt noch als vermisst.

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Kurz vor der Reise des neuen Präsidenten Hassan Rohani zur UN-Vollversammlung sind im Iran zahlreiche politische Häftlinge freigelassen worden. Manche von ihnen saßen seit 2009 im Gefängnis, weil sie gegen die umstrittene Wiederwahl von Rohanis Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad demonstriert hatten. Die Freilassungen sind ein weiteres Signal für eine Kursänderung der iranischen Führung. Deshalb wird die Rede Rohanis in New York mit Spannung erwartet. Auch in den Atomstreit mit dem Iran kommt neue Bewegung: Am Rande der Vollversammlung ist ein hochrangig besetztes Treffen der Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland (5+1-Gruppe) mit dem Iran geplant. Daran soll auch US-Außenminister John Kerry teilnehmen.

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Smartphone-Pionier Blackberry hat einen möglichen Käufer gefunden. Eine Investorengruppe um den kanadischen Großaktionär Fairfax Financial hat ein Angebot im Umfang von 4,7 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) für den angeschlagenen Handyhersteller unterbreitet. Blackberry soll anschließend von der Börse genommen werden. Der Konzern hat sich selbst zum Verkauf angeboten. Blackberry leidet unter den Verkaufserfolgen von iPhones und den Android-Handys. Die eigenen Smartphones verkaufen sich dagegen schleppend. Das kanadische Unternehmen erwartet deshalb einen Verlust von fast einer Milliarde Dollar im Quartal und streicht weitere 4500 Jobs.

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Durch Überflutungen und Erdrutsche als Folge des Taifuns "Usagi" sind in Vietnam nach Angaben der Katastrophenbehörden mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Der Sturm war zuvor mit voller Wucht über die südchinesische Küste gerast. Dort wurden mindestens 31 Todesopfer gezählt. In der Provinz Guangdong flüchteten bis zu einer halben Million Menschen in andere Landesteile. Rund 8500 Häuser stürzten ein. Auf der philippinischen Insel Luzon waren zuvor 27 Menschen ums Leben gekommen.

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