23.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 23.10.2013
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Nachrichten

23.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Buschbrände im Südosten von Australien haben sich weiter ausgedehnt. Bei steigenden Temperaturen und trockenen, starken Winden brachen im Bundesstaat New South Wales mehrere neue Feuer aus. Bei Newcastle, 160 Kilometer nördlich von Sydney, geriet eins schnell außer Kontrolle. Eine Schule wurde nach Angaben der Feuerwehr geräumt. Die Autobahn Richtung Norden musste gesperrt werden. Die gesamte Region der Blue Mountains westlich von Sydney wurde für Touristen geschlossen. Dort lodern seit Tagen riesige Feuer. In Springwood, wo vergangene Woche hundert Häuser abbrannten, wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Feuerwehr ist mit rund 1500 Mann im Einsatz und wird unterstützt von Kräften aus ganz Australien. Mehr als 120.000 Hektar Land und mehr als 200 Häuser wurden durch die Brände bereits zerstört.

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Die USA haben für Pakistan Hilfsgelder in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar freigegeben. Der Großteil davon entfällt auf Militärhilfen, die sich auf knapp 1,4 Milliarden Dollar belaufen, wie eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington erklärte. Es handele sich um Zahlungen, die schon in früheren Haushaltsjahren beschlossen worden seien. Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif hält sich derzeit zu einem Staatsbesuch in den USA auf. An diesem Mittwoch will er Präsident Barack Obama treffen. Beide Seiten sind um eine Verbesserung der Beziehungen bemüht. Wegen der Tötung von Osama bin Laden durch ein US-Spezialkommando im Mai 2011 in Pakistan ist das Verhältnis zwischen Washington und Islamabad schwer belastet. Ein versehentlicher US-Bombenangriff auf pakistanische Soldaten sowie zahlreiche US-Drohnenangriffe im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sorgten für zusätzliche Spannungen.

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Die Unionsparteien CDU, CSU und die SPD beginnen an diesem Mittwoch ihre auf mehrere Wochen angelegten Verhandlungen zur Bildung einer großen Koalition. Zum Auftakt wird sich die aus 75 Personen bestehende Verhandlungsgruppe in der CDU-Zentrale in Berlin treffen. Neben dieser großen Runde wird es zwölf Arbeitsgruppen mit jeweils 17 Personen und vier Untergruppen geben. Als zentrale Punkte der Verhandlungen gelten eine Mindestlohn-Regelung, die Umsetzung der Energiewende und die Höhe der Investitionen in Infrastruktur und Bildung, von denen vor allem die Bundesländer profitieren wollen.

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Das griechische Parlament hat der Neonazi-Partei "Goldene Morgenröte" die staatliche Parteienförderung entzogen. 235 der anwesenden 269 Abgeordneten stimmten für eine Gesetzesänderung, wonach Parteien, die als kriminelle oder terroristische Vereinigung belangt werden, den Anspruch auf staatliche Mittel verlieren. Dies trifft bei der Goldenen Morgenröte zu. Sechs der insgesamt 18 Abgeordneten der rechtsextremistischen Partei sind wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Drei von ihnen sitzen in einem Hochsicherheitsgefängnis bei Athen in Untersuchungshaft, unter ihnen Parteichef Nikos Michaloliakos.

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E-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat sich für die Aufnahme aller Balkan-Länder in die Europäische Union ausgesprochen. Der "Bild"-Zeitung sagte Barroso, viele dieser Länder hätten noch vor wenigen Jahren Krieg gegeneinander geführt. Der EU-Beitritt gebe ihnen eine Perspektive und sei ein wichtiger Hebel zu Befriedung der Region. Auch für die Türkei sollten die EU-Türen weiter offenstehen, erklärte der Kommissionschef. Die Türkei sei ein großes, wirtschaftlich und geopolitisch wichtiges Land, dessen Reformprozess im EU-Interesse sei. Allerdings sei klar, dass eine Aufnahme nur dann möglich ist, wenn die Türkei alle Voraussetzungen erfülle.

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Der US-Geheimdienstdirektor James Clapper hat die von der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten Berichte über US-Spionageaktivitäten in Frankreich als fehlerhaft bezeichnet. Der Vorwurf, der Geheimdienst NSA habe mehr als 70 Millionen Telefonate französischer Bürger abgehört, sei falsch, betonte Clapper, der die Arbeit von 16 US-Geheimdiensten koordiniert. Die Tageszeitung "Le Monde" hatte am Montag unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden berichtet, die NSA spähe massiv die Telefonate französischer Bürger aus.

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