23 rumänische Polizisten von einem einzigen Revier verhaftet | Europa | DW | 18.07.2003
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Europa

23 rumänische Polizisten von einem einzigen Revier verhaftet

- Mitarbeiter begünstigten Diebstahl von Treibstoff

Bukarest, 18.7.2003, ADZ, deutsch

Ingesamt 23 Polizisten aus einem einzigen Polizeirevier - der Sektion 5 in Bukarest - sind verhaftet worden. Laut "Curierul National" waren zunächst 13 Polizisten des Reviers in Vorbeugehaft genommen worden, später weitere zehn. Auch wurden vier Polizisten, die zum Revier Buftea gehören, verhaftet. Die Untersuchungen führt die Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft (PNA) durch. Den Polizisten wird vorgeworfen, Erdöldiebstähle aus den Petrotrans-Pipelines in der Nähe von Buftea ermöglicht zu haben. Die Polizisten standen Schmiere, während die Diebe ihrem Handwerk nachgingen. Sie verständigten sie über anstehende Razzien und übergaben sie teilweise nicht dem Gericht. Die Polizisten arbeiteten offenbar seit März mit den Tätern zusammen. Die Diebe bezahlten, je nachdem, wie sie sich mit den Polizisten einigten, zwischen 5 (ca. 135 Euro – MD) bis 60 Millionen (ca. 1630 Euro – MD) Lei. Diese Bestechungsgelder wurden wiederholt bezahlt. Im Falle der Polizisten, die in Buftea verhaftet wurden, geht es auch darum, dass Zeugen durch Bestechung oder Bedrohung zu falschen Aussagen gezwungen werden sollten. Ebenso berichtete das Fernsehen, dass Angehörige der verhafteten Polizisten Journalisten bedrohten und verprügelten, die darüber berichtet hatten. Die Untersuchungen werden jetzt auch auf die Eisenbahnpolizei ausgedehnt. (fp)

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