22.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 22.07.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

22.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:49

Nachrichten von Montag, 22.07.2019 – langsam gesprochen als MP3

Selenskyjs Partei künftig stärkste Kraft im Parlament

In der Ukraine hat die Partei des neuen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Parlamentswahl für sich entschieden. Seine Gruppierung "Diener des Volkes" erhielt nach Auszählung von 30 Prozent der Stimmen knapp 42 Prozent. Es folgt die prorussische Oppositionsplattform mit knapp 13 Prozent. An dritter Stelle landete die Partei Europäische Solidarität von Ex-Staatschef Petro Poroschenko mit acht Prozent. Selenskyj teilte mit, dass er mit der Partei Holos des Rocksängers Swjatoslaw Wakartschuk Koalitionsverhandlungen aufnehmen wolle. Dieser Partei gehören viele Vertreter der Zivilgesellschaft an.

 

Großbritannien prüft Schritte gegen den Iran

Im Konflikt mit dem Iran wegen der Festsetzung eines britischen Tankers in der Straße von Hormus kommt in London das britische Krisenkabinett zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Es dürfte die letzte wichtige Amtshandlung der scheidenden Premierministerin Theresa May sein. Großbritannien sucht nach Wegen, weiter Druck auf die Regierung in Teheran auszuüben. Der Iran hält den Tanker "Stena Impero" mit seinen 23 Besatzungsmitgliedern seit Freitag fest.

 

Kritik an Hongkongs Polizei nach Attacke auf Demonstranten

Nach der gewaltsamen Attacke eines Schlägertrupps auf regierungskritische Demonstranten in Hongkong ist scharfe Kritik an Polizei und Regierung laut geworden. Der Demokratie-Aktivist Nathan Law schrieb auf Twitter, wenn "chinesische Mobs" Bürger angreifen würden, greife die Polizei nicht ein. "Schande über die Regierung." An einem Bahnhof im Norden von Hongkong wurden am Sonntagabend regierungskritische Demonstranten von Männern mit Metallstangen und Holzstöcken angegriffen. Dabei wurden 45 Menschen verletzt. Sechs erlitten schwere Verletzungen, ein Mensch schwebt in Lebensgefahr.

 

EU-Minister suchen Kompromiss in Flüchtlingsstreit

In Paris kommen die EU-Außen- und Innenminister zu einem informellen Treffen zum Thema Migration zusammen. Bundesaußenminister Heiko Maas mahnte erneut eine Neuregelung der Flüchtlingsverteilung an. Unterdessen hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) der Forderung widersprochen, man müsse eine halbe Million Flüchtlinge aus Libyen in Europa aufnehmen. Auch andere Länder könnten helfen. Die Kapitänin des Rettungsschiffs "Sea Watch 3", Carola Rackete, hatte erklärt, den Menschen in libyschen Flüchtlingslagern müsse sofort bei einer sicheren Überfahrt nach Europa geholfen werden.

 

Pompeo würdigt Mexikos Einsatz gegen Migration

US-Außenminister Mike Pompeo hat bei einem Besuch in Mexiko die Bemühungen des Nachbarlandes gegen illegale Migration gelobt. Bei einem Treffen mit dem mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard dankte Pompeo für die Anstrengungen, die nach ersten Anzeichen dazu geführt hätten, dass weniger Menschen an der US-Südgrenze ankämen. Die USA hatten dazu eine Frist gesetzt, um zu prüfen, ob das Nachbarland in der Angelegenheit genug unternommen hat. Dies ist Teil einer Vereinbarung zwischen den beiden Ländern, mit der Mexiko die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle vorerst abwendete.

 

Trump geht weiter auf Demokratinnen los

US-Präsident Donald Trump hat die Konfrontation mit vier demokratischen Politikerinnen weiter angeheizt. Die vier Kongressabgeordneten sollten sich bei Amerika für die schrecklichen Dinge entschuldigen, die sie gesagt hätten, erklärte Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Aus den Reihen der Demokraten wurde der Präsident daraufhin erneut als Rassist bezeichnet. Er hatte die vier Frauen vor wenigen Tagen aufgefordert, sie sollten dahin zurückgehen, wo sie hergekommen seien. Dabei sind alle vier Abgeordnete US-Bürgerinnen, drei von ihnen wurden in den Vereinigten Staaten geboren.

 

Israel beginnt mit Abriss von Palästinenser-Häusern

Israel hat trotz Protesten und internationaler Kritik mit dem Abriss von Gebäuden am Ostrand von Jerusalem begonnen. Die Bewohner des palästinensischen Dorfs Sur Baher wurden von den Sicherheitskräften aus ihren Häusern gebracht. Die Gebäude stehen dicht an einer militärischen Sperranlage. Ein Gericht hatte den Abriss mit der Begründung genehmigt, dort könnten sich Attentäter verbergen. Israel hatte das Gebiet im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt. Palästinenser befürchten, dass der Abriss der Häuser ein Präzedenzfall für andere Ortschaften entlang der Sperranlage an der Grenze ist.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema