22.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 22.05.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

22.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:19

Nachrichten von Mittwoch, 22.05.2019 – langsam gesprochen als MP3

Anzeichen für weitere C-Waffen-Attacke in Syrien

Die USA haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen möglichen neuen Chemiewaffen-Angriff der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. In einer Erklärung des Außenministeriums in Washington ist die Rede von einer "mutmaßlichen Chlorgas-Attacke im Nordwesten Syriens am Morgen des 19. Mai." Demnach könnte der Kampfstoff während der Offensive in der von Dschihadisten kontrollierten Region Idlib zum Einsatz gekommen sein. Sollten sich die Hinweise bestätigten, werde man "schnell und in angemessener Weise reagieren", erklärte eine Sprecherin des US-Außenministeriums.

 

Proteste gegen Wiederwahl von Indonesiens Präsidenten

In Indonesien sind bei Unruhen nach der Wiederwahl von Präsident Joko Widodo mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Anhänger des unterlegenen Oppositionskandidaten und Ex-Generals Prabowo Subianto waren in der Nacht vor das Gebäude der staatlichen Wahlkommission gezogen. Sie warfen Steine auf Polizisten, mehrere Autos gingen in Flammen auf. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab mehr als 200 Verletzte. Joko hat die Wahl dem amtlichen Endergebnis zufolge mit mehr als 55 Prozent der Stimmen gewonnen. Prabowo wirft ihm Wahlmanipulation vor.

 

Deutsch-tunesischer UN-Experte auf freiem Fuß

Der wegen Spionageverdachts in Tunesien festgenommene UN-Experte Moncef Kartas ist wieder frei. Ein Gericht entschied, den Deutsch-Tunesier gegen Kaution aus dem Gefängnis zu entlassen, wie Kartas' Anwälte mitteilten. Allerdings droht ihm weiterhin ein Prozess. Kartas ist Mitglied des Expertenrates der Vereinten Nationen, der Verletzungen des Waffenembargos gegen Libyen untersucht. Ihm wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Tunesien "inoffizielles Sammeln von Informationen mit Terrorismusbezug" vorgeworfen.

 

Frontex beginnt Einsatz in Albanien

Beamte der EU-Grenzschutzbehörde Frontex werden zum ersten Mal außerhalb der Europäischen Union eingesetzt. Sie werden in Albanien von diesem Mittwoch an gemeinsam mit einheimischen Kräften die Grenze zu Griechenland bewachen, wie Frontex mitteilte. EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos sprach von einem historischen Schritt bei der "Bewältigung der Migration". Die Aktion solle dazu beitragen, Albanien enger an die Europäische Union zu binden. Der Schutz der gemeinsamen Grenzen sei eine Herausforderung, die beide Seiten gemeinsam hätten, betonte der griechische Kommissar.

 

Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen

In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord seien 26 Afghanen gewesen, wurde am Flughafen mitgeteilt. Es war die 24. Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Insgesamt haben Bund und Länder knapp 600 afghanische Männer auf diese Weise abgeschoben. Kritiker des Vorgehens weisen darauf hin, dass die Sicherheitslage in Afghanistan weiter schlecht sei. Im Kampf gegen Taliban und die Terrormiliz IS wurden nach UN-Angaben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 581 Zivilisten getötet, knapp 1200 wurden verletzt.

 

Hunderte Polizisten im Einsatz gegen irakische Rockerbande in Deutschland

Mit einem Großaufgebot geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die irakische Rockerorganisation "Al-Salam-313" vor. Mehrere Hundert Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen in Essen und zehn weiteren Städten im Ruhrgebiet und Raum Köln, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Essen mit. Neben dem Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln gehe es um gefälschte Ausweise sowie Schleuserkriminalität. Die irakischen Rocker stehen auch im Verdacht, Milizen in ihrem Heimatland mit illegalem Geld unterstützt zu haben.

 

Van der Bellen wendet sich an Bürger und Parteien

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat angesichts der schweren Regierungskrise in seinem Land versucht, den Bürgern Mut zu machen. "Wir kriegen das schon wieder hin", sagte er wörtlich in einer Ansprache. An die Parteien des Landes appellierte Van der Bellen, ihrer staatspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. Unklar ist, ob Kanzler Sebastian Kurz im Amt bleiben kann. Die nach der "Ibiza-Affäre" aus dem Kabinett gedrängte rechtspopulistische FPÖ und die oppositionellen Sozialdemokraten könnten mit ihren Stimmen den Kanzler über ein Misstrauensvotum stürzen.

 

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