21.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 21.11.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

21.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:56

Nachrichten von Mittwoch, 21.11.2018 – langsam gesprochen als MP3

Saudi-Arabien bleibt Partner der USA

US-Präsident Donald Trump verzichtet im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi auf weitere Strafmaßnahmen gegen die Führung Saudi-Arabiens. Die USA wollten ein standhafter Partner des Landes bleiben, erklärte Trump. Das sei auch aus wirtschaftlichen Gründen wichtig. Es wäre daher töricht, die milliardenschweren Rüstungsgeschäfte mit der Führung in Riad zu beenden. Davon würden nur Russland und China profitieren. Ob der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman von der Tötung Khashoggis gewusst habe, ist laut Trump weiter unklar. Die US-Geheimdienste sehen den Kronprinzen als Drahtzieher der Tat.

 

Kritik an Trump nach Bekenntnis zu Partnerschaft mit Saudi-Arabien

Mit seinem Bekenntnis zu Saudi-Arabien trotz des Khashoggi-Mordes hat US-Präsident Donald Trump Kritik auf sich gezogen. Der republikanische Senator Bob Corker warf dem Weißen Haus vor, wie eine "PR-Firma" für den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu agieren. Sein Parteikollege, Senator Jeff Flake, schrieb auf Twitter, "großartige Verbündete" würden nicht den Mord an Journalisten planen. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen erklärte, Trump habe die Angewohnheit, sich eher auf die Seite von "mörderischen ausländischen Diktatoren" als auf die Seite der US-Geheimdienste zu stellen.

 

Südkoreaner wird neuer Präsident bei Interpol

Die internationale Polizeibehörde Interpol hat eine neuen Präsidenten. Der Südkoreaner Kim Jong Yang wurde in Dubai für zwei Jahre in das Amt gewählt. Der 57-Jährige setzte sich gegen den bisherigen Vize-Interpol-Chef Alexander Prokoptschuk aus Russland durch, der als Favorit für den Posten galt. Yang hatte die Organisation übergangsweise geleitet, nachdem sein Vorgänger Meng Hongwei bei einer Reise in seine Heimat China verschwunden war. Die Regierung in Peking bezichtigt Meng der Korruption und ermittelt gegen ihn unter anderem wegen der mutmaßlichen Annahme von Schmiergeld.

 

Französisches Parlament will keine Falschmeldungen im Wahlkampf

Die französische Nationalversammlung hat zwei umstrittene Gesetze gegen die Verbreitung von Falschnachrichten beschlossen. Die Parlamentskammer stimmte mit klarer Mehrheit für die Pläne von Präsident Emmanuel Macron im Kampf gegen "Fake News". Der Staatschef will damit die Verbreitung von Gerüchten und Falschaussagen in Wahlkampfzeiten verhindern. Kritiker warnen vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit und vor Zensur. Die Gesetze sehen vor, dass Parteien oder Kandidaten in den drei Monaten vor einer landesweiten Wahl gegen öffentlich verbreitete Unwahrheiten vorgehen können.

 

Trotz Festnahme behält Renault-Chef Ghosn seinen Job

Trotz seiner Festnahme in Japan behält Renault-Chef Carlos Ghosn seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des französischen Autobauers. Das beschloss der Verwaltungsrat des Konzerns. Zugleich wurde die bisherige Nummer zwei bei Renault, Thierry Bolloré, zum Übergangsvorsitzenden ernannt. Da Ghosn derzeit "verhindert" sei, leite Bolloré vorläufig das Tagesgeschäft, teilte der Verwaltungsrat mit. Ghosn war am Montag in Tokio festgenommen worden. Dem 64-Jährigen werden die Verschleierung seiner Einkünfte in Japan und die Veruntreuung von Firmengeldern zur Last gelegt.

 

Südkorea kündigt Auflösung von Opfer-Stiftung an

Südkorea will eine von Japan finanzierte Stiftung für die Opfer der Sexsklaverei während des Zweiten Weltkriegs auflösen. Die Stiftung war Teil eines umstrittenen Abkommens zwischen Japans Premierminister Shinzo Abe und Südkoreas ehemaliger Präsidentin Park Geun Hye. Tokio stellte 7,8 Millionen Euro bereit. Im Gegenzug verpflichtete sich Südkorea, keine weiteren Schuldzuweisungen gegen Japan zu erheben. Zehntausende Koreanerinnen und andere asiatische Frauen wurden nach Angaben von Historikern während des Zweiten Weltkriegs dazu gezwungen, sich in japanischen Frontbordellen zu prostituieren.

 

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